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Pressemitteilungen 2011
PRESSEMITTEILUNG vom 21.12.2011
FREIE WÄHLER kontern Angriffe der Generalsekretäre von CDU, CSU und FDP
Aiwanger: Dreigestirn soll vor der eigenen Tür kehren
Als "inhaltlich daneben und Zeichen von Nervenflattern" wertet der Bundesvorsitzende der FREIEN WÄHLER Hubert Aiwanger die jüngsten Angriffe der drei Generalsekretäre von CDU, CSU und FDP auf seine Person. Aiwanger: "Es ist offensichtlich, dass dieses Dreigestirn zum Wadlbeißen vorgeschickt wird, weil sie Angst davor bekommen, dass ihnen im Bund dasselbe passieren könnte wie 2008 in Bayern. Einzug einer bürgernahen Kraft mit gesundem Menschenverstand, die unabhängig ist von Konzernspenden. Das wäre der Supergau zumindest für die FDP als Inbegriff einer Lobbyistenpartei."
Aiwanger erneuert seine Vorwürfe an die Adresse von schwarz-gelb, bei der Euro- Schuldenpolitik fatale Fehler zu machen: "Wer entgegen früherer Aussagen die dauerhafte Übernahme fremder Schulden betreibt, der ruiniert am Ende die Stabilität der Währung. Das ist verantwortungslos. Schwarz-gelb reagiert deshalb so aggressiv, weil wir ihnen ihren eigenen Wortbruch unter die Nase halten."
Die FREIEN WÄHLER fordern zur Stabilisierung der Eurozone das Festhalten an den Euro-Stabilitätskriterien, gezielte Regulierungen im Bankenbereich um die negativen Auswirkungen der Deregulierungen wieder in den Griff zu bekommen und eine Beteiligung privater Gläubiger wie Banken, Versicherungen und Investmentgesellschaften bei Entschuldungsmaßnahmen.
PRESSEMITTEILUNG vom 11.12.2011
FREIE WÄHLER zu Merkels Eurobeschlüsse und gescheiterter FDP-Mitgliederentscheid:
Aiwanger fordert für schwache Staaten Hilfe zur Selbsthilfe statt Schuldenregime und Strafe
Der Bundesvorsitzende der FREIEN WÄHLER Hubert Aiwanger fordert eine andere Stoßrichtung in der Euro-Schuldenpolitik: „Es kann keine Dauerlösung sein, wirtschaftlich schwache Staaten an den Subventionstropf zu hängen und zu strafen. Anstatt die Milliarden zur Bedienung des Schuldendienstes auszugeben, müssen wir in die Leistungsfähigkeit dieser Länder investieren. Das Berufsschulwesen aufbauen zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit, leistungsfähige Verwaltungs-strukturen statt Vetternwirtschaft, neue Unternehmenskultur mit einem starken Mittelstand etablieren – das ist der Ausweg aus der Krise, nicht die Verschärfung der Sanktionen wie jetzt angekündigt. Wenn Staaten bei mehr als 3% Defizit der Wirtschaftsleistung mit einer Geldstrafe belegt werden sollen, dann frage ich mich, was das bringen soll, wenn sie sowieso schon Schulden bei uns haben. Das wäre so, als würde ein Schüler jeden Tag einen Verweis dafür bekommen, dass er nicht rechnen kann, obwohl er bisher keinen Mathematikunterricht hatte. Wir brauchen also Hilfe zur Selbsthilfe, nicht Schuldensubvention und Strafe.“
Aiwanger warnt außerdem vor den geplanten Durchgriffsrechten der EU auf die Haushalte der Mitgliedsstaaten: „Damit könnte Deutschland zum Selbstbedienungsladen der EU-Kommission werden, am Bundestag vorbei. Das ist unakzeptabel.“ Die geplante Zuständigkeit der EZB für den dauerhaften und vorgezogenen Euro-Rettungsschirm ESM kommentiert Aiwanger mit den Worten: „ Das heißt im Klartext nichts anderes als das Anschalten der Gelddruckmaschine, wenns nicht mehr anders geht. Das heißt Inflation.“
Den gescheiterten Mitgliederentscheid bei der FDP gegen den dauerhaften Euro-Rettungsschirm sieht Aiwanger als „endgültigen Verlust der Gestaltungskraft der FDP bei der Europolitik. Die FDP ist jetzt wie gelähmt an Merkel gekettet bis zum bitteren Ende 2013.“

- (Foto: ap)
PRESSEMITTEILUNG vom 29.11.2011
Die Grüne Entzauberung in Kiel
“Auf dem Kieler Parteitag haben die Grünen erneut gezeigt, dass sie weder Konzepte noch Ideen haben wie ein längst fälliger Politikwechsel für Deutschland aussehen könnte“, so der stellvertretende Bundesvorsitzende der FREIEN WÄHLER, Walter Öhlenschläger. Das Engagement der Grünen zugunsten einer Freigabe von Cannabis-Produkten und der Einsatz für eine Verkürzung der Schutzfristen für Urheberrechte sind offensichtlich dem Parteiprogramm der Piraten entliehen. Stammwähler von SPD und der Linken erfreut man mit der Forderung nach der Erhöhung der Erbschaftssteuer sowie der Einführung einer Reichensteuer. Der Mittelstand erhält jedoch die volle Breitseite der Grünen, denn bereits ab einem Einkommen von 80.000 Euro im Jahr soll der neue Spitzensteuersatz von 49% statt seither 42% gelten. Einfallsloser geht es wohl kaum.
Sicherlich. Steuergeschenke sind längst nicht mehr finanzierbar und Schwarz-Gelb schielt nur noch auf die nächste Wahl. Mit immer neuen Steuererhöhungen kommen wir jedoch auch nicht mehr weiter. Die Freien Wähler fordern eine Evaluation der politischen Systeme. So kann es nicht weitergehen. Echte Problemlösungen gibt es nicht mehr. 35 Jahre erfolglose Suche nach einem Endlager für radioaktive Abfälle. Der Verfassungsschutz hat auf breiter Ebene versagt. Von einer bundeseinheitlichen Bildungspolitik sind wir Lichtjahre entfernt. Eine lösungsorientierte Integrationspolitik existiert nicht. Statt eine bundeseinheitliche Bildungspolitik auf den Weg zu bringen wird an Kleinstaaterei festgehalten. Und die Finanzpolitik von Bund und Ländern ist eine einzige Katastrophe. Die Interessen unserer Bürgerinnen und Bürger werden zulasten angeblich systemrelevanter Banken und Schuldenstaaten vernachlässigt.
Und da fällt den Grünen nichts Wichtigeres ein als die Anhebung des Spitzensteuersatzes? Oder ist das die Reaktion darauf, dass die aktuellen Umfragen die Grünen nicht mehr bei 24% sondern eher bei 14% sehen?
Die FREIEN WÄHLER fordern einen klaren Schnitt bei der Macht der Parteien. Wie kann es sein, dass die Richter des Bundesverfassungsgerichtes von Parteien auskungelt werden? Wie kann es sein, dass verdiente Parteigänger über Landeslisten in Parlamente einziehen, obwohl die Mehrheit der Wählerinnen und Wähler sie gar nicht will? Wo sind die Antworten auf die Frage, ob wir all die Minister und Staatssekretäre überhaupt benötigen? Würde eine Halbierung der Zahl des Bundestagsabgeordneten einen Verlust an Demokratie nach sich ziehen?
Ach ja. Und dann setzen sich die Grünen noch für die Abschaffung der Plastiktüten ein. “Freiheit für die Gummibärchen“, möchte man da rufen!

- (Foto: afp, Chr. Stache)
Pressemitteilung vom 28.11.2011
FREIE WÄHLER zu: Dobrindt fordert nach Abstimmung über Stuttgart 21 Ende des Widerstandes gegen dritte Startbahn
Aiwanger: Stuttgart 21 spricht eher gegen die dritte Startbahn als dafür
Als „dreiste Fehlinterpretation“ bezeichnet der Bundesvorsitzende der FREIEN WÄHLER, Hubert Aiwanger, die Aussage des CSU-Generalsekretärs Alexander Dobrindt, der gesagt hatte, nach dem „Ja“ zum Bahnprojekt Stuttgart 21 müsse auch der Bau der dritten Startbahn am Münchner Flughafen akzeptiert werden. Aiwanger: „Wenn Stuttgart 21 und die dritte Startbahn überhaupt etwas miteinander zu tun haben, dann dergestalt, dass Stuttgart 21 eine Verbesserung der Bahnverbindung von München nach Stuttgart mit sich bringt und damit Kurzstreckenflüge wegfallen könnten. Dies spricht gegen die dritte Startbahn und dafür, lieber die Bahnanbindung des Flughafens München zu optimieren.“ Aiwanger verweist auf die Verbesserung der Bahnverbindung Stuttgart-Ulm in Zusammenhang mit dem Projekt Stuttgart 21. Dies ist Teil des Ausbaus Stuttgart-Augsburg, bereits aufgenommen in den Bundesverkehrswegeplan 2003. Eine Bahnfahrt von München-Hauptbahnhof zum Hauptbahnhof in Stuttgart dauert derzeit 2h 20min und kostet rund 30 Euro (Spanne 19 Euro bis 34 Euro, je nach Fahrzeit). Die Fahrt mit dem Auto dauert in etwa genauso lange. Ein Flug München-Stuttgart wird ab 53 Euro angeboten und dauert 50 min.
Manfred Pointner, Flughafenexperte und finanzpolitischer Sprecher der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion in Bayern, bekräftigt: „Der Vergleich zwischen Stuttgart 21 und dem Projekt dritte Startbahn am Flughafen München hinkt: Dem Ausbau des Stuttgarter Hauptbahnhofs werden, bedauerlich genug, Bäume zum Opfer fallen – in München geht es hingegen um eine unvorstellbare Zunahme der Lärmbelastung und damit um die Gesundheit tausender Menschen. Der Ausbau des Stuttgarter Kopfbahnhofs wird den europäischen Bahnverkehr erheblich beschleunigen – in München sind derzeit nicht einmal die zwei bereits vorhanden Startbahnen ausgelastet. Wenn Herr Dobrindt die gestrige Abstimmungsschlappe der Stuttgart 21-Gegner nun zu einem Appell gegen weitere Proteste in Bezug auf den Bau einer dritten Startbahn umzudeuten versucht, zeigt dies nur die Abhängigkeit der CSU von einseitigen Wirtschaftsinteressen.“
Die FREIEN WÄHLER fordern seit langem eine Optimierung der Bahnanbindung Münchens und des Münchner Flughafens an überregionale Bahnnetze, um damit Kurzstreckenflüge zu ersetzen, welche derzeit rund 30 Prozent des Münchner Flugaufkommens ausmachen. Dadurch würde eine dritte Startbahn auch auf lange Sicht sicher überflüssig.

- (Foto: dpa)
Pressemitteilung vom 27.11.2011
Zur Diskussion über Wortmeldungen von NPD-Leuten bei Versammlung der FREIEN WÄHLER
Aiwanger wirft NPD-Leuten heimtückisches Verhalten vor
Der Bundesvorsitzende der FREIEN WÄHLER, Hubert Aiwanger, wirft der NPD in Bezug auf deren „Einschleichen in Versammlungen“ und „Missbrauch anderer Veranstaltungen für ihre Zwecke“ „heimtückisches Verhalten“ vor. NPD-Leute haben sich in der Vergangenheit vermehrt in öffentliche Veranstaltungen eingeschlichen, sich unters Publikum gemischt und sich dann mit Wortbeiträgen in die Diskussion eingeschaltet. Zuletzt unter anderem bei einer Veranstaltung an einem Gymnasium in Nittenau und bei einer Informationsveranstaltung der FREIEN WÄHLER in Straubing. Bei der öffentlichen Diskussionsveranstaltung der FREIEN WÄHLER in Straubing waren rund 150 Personen anwesend, und weder dem ebenfalls anwesenden niederbayerischen Polizeipräsidenten noch den Veranstaltern oder der regionalen Presse waren die NPD-Leute aufgefallen, die sich dann in der Diskussion zu Wort meldeten und sich anschließend auf ihrer Internetseite mit ihren Wortbeiträgen brüsteten.
Aiwanger: „Wir distanzieren uns aufs Schärfste von diesem Vorgehen und dem Gedankengut der NPD. Unter diesem Vorfall leidet wieder die Demokratie, weil wir in Zukunft Versammlungen nicht mehr so offen führen können. Man wird künftig soweit möglich um eine gewisse „Gesichtskontrolle“ beim Einlass nicht mehr umhinkönnen und bei größeren Veranstaltungen auf Redebeiträge aus dem Publikum möglicherweise ganz verzichten müssen.“ Auch eine engere Zusammenarbeit mit der Polizei, welche die Veranstalter dann auf eventuell im Publikum befindliche Personen von unter Beobachtung des Verfassungsschutzes stehenden Organisationen hinweisen müsste, sei wohl nötig, so Aiwanger.

- (Bild unter Toonpool.com "Anonym" von Erl)
Pressemitteilung vom 22.11.2011
FREIE WÄHLER zur Diskussion über die geplante Einführung von Eurobonds
Aiwanger: Eurobonds wären das „Aus“ für den Euro
Die diskutierte Einführung von Eurobonds stößt beim FREIE WÄHLER Bundesvorsitzenden Hubert Aiwanger auf scharfe Kritik. Aiwanger: „Dies wäre in meinen Augen der endgültige Beweis dafür, dass der Euro in der bisherigen Form gescheitert ist. Eine quasi unbegrenzte Schuldenübernahme von unsoliden Volkswirtschaften wird die Eurozone sprengen.“
Aiwanger wirft der CDU/CSU und FDP vor, beim Thema der Währungsstabilität jede Glaubwürdigkeit verloren zu haben. „So wie sie derzeit gegen die Eurobonds argumentieren, haben sie kürzlich auch gegen die Hebelung des Rettungsschirms argumentiert – und am Ende doch zugestimmt.“

- (Bild unter www.nelcartoons.de)
PRESSEMITTEILUNG vom 13.11.2011
FREIE WÄHLER: Kritik an Europapolitik der CDU/CSU
Aiwanger: Europa darf keine Zwangsgemeinschaft werden – Merkel und die CDU/CSU machen sich zum Gerichtsvollzieher der Finanzbranche
Kritik an der „zentralistischen Europapolitik der Union“ äußert der Bundesvorsitzende der FREIEN WÄHLER Hubert Aiwanger. Er bezieht sich dabei unter anderem auf die von Bundeskanzlerin Merkel beabsichtigte Änderung der EU-Verträge mit dem Ziel in die Haushaltsrechte der Mitgliedsstaaten eingreifen zu können. Auch der CSU-Europaabgeordnete Weber fordert „eine Stärkung der Durchgriffsrechte Europas“ auf Staaten, welche mit den Defizitkriterien nicht zurechtkommen. Unter anderem sind Klagemöglichkeiten vor dem Europäischen Gerichtshof geplant.
Aiwanger wirft der Union in diesem Zusammenhang vor, „auf einen politischen Fehler mit einem noch größeren weiteren Fehler zu reagieren. Man hat Staaten in die Eurozone aufgenommen, die wirtschaftlich nicht reinpassen. Diese Staaten jetzt von Brüssel aus unter Zwangsverwaltung zu stellen, gefährdet den inneren Frieden Europas und soll nur dazu dienen, die Zinsen für die Banken einzutreiben, die sich dort verspekuliert haben.“
Vielmehr müsste sich Merkel an die Euro-Verträge halten, die eine Schuldenübernahme durch andere Eurostaaten nicht zulassen. Den Banken müsste klar gemacht werden, dass sie Kredite in andere Staaten auf eigenes Risiko vergeben und nicht mit einem Rettungsschirm zu rechnen hätten.
Aiwanger: „Wäre das von Anfang an klar gewesen, könnten wir uns die jetzige Diskussion sparen. Oder anders herum ausgedrückt: Es ist unakzeptabel, dass Europa zu einem zentralistischen Staat ausgebaut wird, nur weil man sich nicht an die jetzigen Verträge hält. Merkel und die CDU/CSU machen sich zum Gerichtsvollzieher der Finanzbranche und ruinieren dabei den Gedanken eines Europa der Bürger und Regionen.“

- (Bild unter www.toonpool.com)
Pressemitteilung vom 06.11.2011
Klausurtagung der FREIEN WÄHLER auf Norderney – FREIE WÄHLER bereiten Bundestagswahl 2013 vor
Aiwanger: Euro-Politik geht an Bürgern vorbei!
(Norderney) Einen deutlichen Kurswechsel weg von der „ruinösen Europolitik“ fordern die FREIEN WÄHLER. Auf der Klausurtagung des FREIE WÄHLER Bundesvorstandes auf der Nordseeinsel Norderney sprachen sich die Teilnehmer dafür aus, die derzeitige Rettungsschirmpolitik zu ändern. „Merkel und Co. ruinieren mit dieser Politik die Währung und am Ende auch Europa. Der angebliche Euro-Rettungsschirm ist in Wahrheit ein Spekulanten-Rettungsschirm auf Kosten der Steuerzahler und unserer Kommunen“, so der FREIE WÄHLER Bundesvorsitzende Hubert Aiwanger.
Die FREIEN WÄHLER fordern generell einen anderen Politikstil ein: Der Bürger muss wieder mehr Mitbestimmung bekommen. So sei beispielsweise eine Volksabstimmung auch in Deutschland über wichtige Entscheidungen zu Fragen der Europapolitik dringend nötig, so die FREIE WÄHLER Bundesgeschäftsführerin Cordula Breitenfellner. Nach Meinung der FREIEN WÄHLER muss dazu endlich im Grundgesetz die Möglichkeit zu Volksabstimmungen verankert werden.
Ihre Forderungen zur „Erneuerung der Demokratie“ wollen die FREIEN WÄHLER durch eine Teilnahme an der Bundestagswahl 2013 mit eigenen Kandidaten umsetzen. „Politik mit gesundem Menschenverstand statt Lobbyismus“ soll dabei Richtschnur sein.

- (Bild: www.griechenland-urlaub-reisen.de)
PRESSEMITTEILUNG vom 01.11.2011
Griechenland will Volksabstimmung über Sparauflagen
Aiwanger: Rettungsschirmpolitik läuft ins Leere - Griechenlands Ausscheiden aus der Währungsunion rückt näher
Die vom griechischen Ministerpräsidenten Papandreou angekündigte Volksabstimmung über die Sparauflagen in Zusammenhang mit dem Euro-Rettungspaket ist nach Meinung des Bundesvorsitzenden der FREIEN WÄHLER Hubert Aiwanger „ein Schritt in Richtung Ausscheiden Griechenlands aus der Währungsunion.“
Aiwanger wirft den Parteivorsitzenden von CDU, CSU und FDP erneut vor, die Situation falsch eingeschätzt und mit der beschlossenen Hebelung der Rettungsgelder ein unverantwortliches Risiko für die deutschen Steuerzahler eingegangen zu sein. Aiwanger: „Seehofer und Rösler haben erst lautstark verkündet, mit ihnen gäbe es keine Hebelung. Dann haben sie doch zugestimmt. Das fällt uns jetzt auf die Füße. Zur Ablenkung der Öffentlichkeit inszenieren sie jetzt eine Scheindiskussion über die Absenkung des Soli. Finanzminister Fahrenschon hat die brennende Maschine mit seinem eigenen Rettungsschirm verlassen, weil er weiß, dass die Piloten keine Landebahn mehr finden und der Sprit ausgeht.“
Die Tatsache, dass die Griechen mehrheitlich gegen die Rettungsaktionen in der jetzigen Form sind, beweist nach Aussage Aiwangers, „dass die Griechen einen besseren Realitätssinn haben als die Finanzexperten, die erfolglos an der Misere herumoperieren. Die Rückkehr zur eigenen Währung wäre für Griechenland wohl in dieser Situation nicht die schlechteste Lösung, denn die geplanten Sparauflagen sind in Griechenland innenpolitisch nicht durchsetzbar. Am Ende des steinigen Weges stünde ein Volksaufstand und die Rückkehr zur Militärdiktatur, die in Griechenland noch nicht so lange zurückliegt.“

- (Bild: www.lestraceursdetout.com)
PRESSEMITTEILUNG vom 01.11.2011
Änderung des Telekommunikationsgesetzes für Bürger unbefriedigend
Aiwanger: Internet muss Grundversorgung werden
Auf scharfe Kritik beim Bundesvorsitzenden der FREIEN WÄHLER Hubert Aiwanger stößt die jüngste Änderung des Telekommunikationsgesetzes (TKG) durch die schwarz-gelbe Bundesregierung: „Trotz dringender Notwendigkeit ist schnelles Internet wieder nicht als Grundversorgung festgeschrieben worden. Die Lobbyisten der Telekommunikationsbranche haben sich durchgesetzt und Millionen Bürger warten weiter vergeblich auf einen zeitgemäßen Anschluss.“
Zwei Drittel der Internetnutzer in Deutschland müssen sich derzeit mit weniger als 6 MBit/s Übertragungsleistung begnügen, was unter anderem auch für viele Firmen im strukturschwachen Raum ein großes Problem darstellt. Während in Ballungsräumen viel Geld verdient wird, weigern sich die Anbieter beharrlich, in dünner besiedelten Gebieten einen Teil der Gewinne zu reinvestieren um flächendeckend ein leistungsfähiges Internet zu garantieren.
Der Deutschland-Chef der Telekom Nick Jan van Damme sagte dazu: „ Die Zeiten sind vorbei, in denen wir flächendeckend solch ein Netz bis in jeden Haushalt ausrollen. Wir suchen gezielt nach Städten, wo sich ein Glasfaserausbau für uns lohnt.“
Die FREIEN WÄHLER fordern, Internet als Grundversorgung festzuschreiben wie Strom und Wasser und durch entsprechende Änderungen des Telekommunikationsgesetzes die Anbieter zum Ausbau der Netze zu verpflichten. „Schwarz-gelb hat erneut versagt, wenn es um bürger- und mittelstandsfreundliche Regelungen geht. Die Monopolisten sind ihnen wichtiger. Höchste Zeit, dass der Bürger mit dem Wahlkreuzchen daran etwas ändert“ so Aiwanger abschließend.

- (Foto: dpa)
PRESSEMITTEILUNG vom 01.11.2011
FREIE WÄHLER fordern Fusion der Flughäfen Frankfurt und Hahn
(Gießen) “Angesichts der Diskussionen zur angeblichen Unerlässlichkeit von Nachtflügen auf dem Frankfurter Flughafen, wünschen sich viele Bürgerinnen und Bürger wieder Politiker, die über den Tellerrand hinausschauen und auch „dicke Bretter“ bohren können“, sagt der Landesvorsitzende der FREIEN WÄHLER Hessen, Walter Öhlenschläger.
Durch die Inbetriebnahme der Landebahn Nord soll sich die Kapazität des Frankfurter Flughafens im Endausbau, laut offiziellen Angaben, auf 126 Flugbewegungen pro Stunde erhöhen. Im ersten Schritt wird die Zahl der stündlichen Flugbewegung von 82 auf 90 angehoben. Über den gesamten Tag gerechnet ergeben sich somit 136 zusätzliche Flugbewegungen. „Es muss doch möglich sein, die 17 seither für die Nacht vorgesehenen Flüge während dieser zusätzlichen Kapazitäten abzuwickeln!“, so Öhlenschläger.
Die FREIEN WÄHLER gehen aber noch einen Schritt weiter. Sie fordern die Verantwortung tragenden Politiker in Wiesbaden und Mainz dazu auf, die unterschiedlichen Parteibücher in der Schublade zu lassen, die beiden Flughafenstandorte Frankfurt und Hahn zu einer Einheit zusammenzuführen und damit ein wirklich zukunftsfähiges Luft-Drehkreuz zu schaffen.
„Das Wohl der Bürgerinnen und Bürger im Rhein-Main-Gebiet darf nicht auf dem Altar von parteipolitisch motiviertem Kirchturmdenken geopfert werden. Frankfurt und Hahn sind kaum 100 Kilometer von einander entfernt und was macht mehr Sinn, als die beiden Standorte gemeinsam weiterzuentwickeln? Kooperations- und Ergänzungsmöglichkeiten sehen die Freien Wähler sowohl beim Charter- und beim Luftfrachtverkehr sowie auch bei der Passage!“, betont der FW Landesvorsitzende.
Ausschlaggebend sei jedoch das Vorhandensein einer funktionierenden Verkehrsanbindung. Seitrund 18 Jahren wird der Flughafen Hahn betrieben und seit dieser Zeit ist man nicht in der Lage, eine funktionierende Schienenanbindung nach Frankfurt herzustellen. Der Umbau der bestehenden Trasse sollte zunächst 2011 abgeschlossen werden, wurde dann auf das Jahr 2014 und zwischenzeitlich sogar auf das Jahr 2018 verschoben. „Eine zukunftsfähige Verkehrspolitik sieht anders aus. Das muss die Rot-Grüne Landesregierung in Mainz genau so erkennen wie Schwarz-Gelb in Wiesbaden.“, sagt Öhlenschläger. Denn „der Hahn könne nicht für ewig am Tropf von Ryan Air hängen“, und „im Rhein-Main Gebiet ist die Belastungsgrenze der Bürgerinnen und Bürger längst erreicht, wenn nicht bereits überschritten!“
Die Fusion von Frankfurt und Hahn ist nach Meinung der FREIEN WÄHLER deshalb längst überfällig.
“Die Gerichte müssen wieder einmal die von der Politik eingebrockte Suppe auslöffeln! Für die FREIEN WÄHLER ist es ein Armutszeugnis, dass die hessische Landesregierung nicht endlich die mit den Bürgerinnen und Bürgern bei derMediation erzielten Vereinbarungen akzeptiert und bestätigt“, so FW-Landesvorsitzender Öhlenschläger abschließend.

- (Bild unter www.toonpool.com)
PRESSEMITTEILUNG vom 01.11.2011
FREIE WÄHLER: geplanter Atomausstieg wird von der schwarzgelben Bundesregierung gezielt verschlafen
(Berngau) "Die Eurokrise macht wieder mehr als deutlich, Geld regiert die Welt und schon ist Fukushima und das daraus resultierende Thema Energiewende bei uns vom Radarschirm," kritisiert die FREIE WÄHLER-Bundesgeschäftsführerin Cordula Breitenfellner und weiter: "Der Ruf allein nach erneuerbaren Energien genügt nicht, wir benötigen dazu rasch ein bundesweit funktionierendes und nachhaltiges Energiekonzept unter Herbeiführung einer größtmöglichen Dezentralisierung, bei der die Kommunen am wirtschaftlichen Profit partizipieren und in die eigene Zukunft investieren können und wirdadurch wirklich von Atomenergie und Energiemonopolisten unabhängig werden. Bis dato wird von der Bundesregierung und den einzelnen Bundesländern nur Flickschusterei betrieben und wir laufen Gefahr, dass Deutschland sich weiter auch über das Datum des hochheilig versprochenen Atomausstieges im Jahre 2022 hinaus in dieAbhängigkeit der Atomkonzerne begeben muss."
Der Aufbau einer dezentralen Energieversorgung bietet zudem nicht nur die größte Versorgungssicherheit, sondern schafft auch heimische Arbeitsplätze.
"Wir brauchen intelligente Lösungen, vor allem bei der Energieeinsparung, denn die Energie, die wir erst gar nicht brauchen, muss auch nicht produziert werden. Warum wollen wir uns mit so gigantischen Projekten wie DESERTEC in Nordafrika in energetische Abhängigkeit begeben, wenn wir noch nicht einmal die politischen Entwicklungen dieser Länder in den nächsten Jahrzehnten absehen können und wir ja derzeit in Ermangelung einer sog. Nord-Süd-Leitungstrasse noch nicht einmal selber in der Lage sind, von unseren z. T. noch im Entstehen begriffenen Offshore-Windkraftanlagen in der Nordsee, Süddeutschland mit Energie zu versorgen. In meinen Augen wird der geplante stufenweise Ausstieg aus der Kernenergie von der schwarz-gelben Bundesregierung zugunsten der Atomlobby gezielt verschlafen", so Breitenfellner abschließend.

- (Bild aus msn-Nachrichten)
Pressemitteilung vom 27.Oktober 2011
Hebelung des Euro-Rettungsschirms entgegen bisheriger Zusagen der CSU eingeführt
Aiwanger für Schuldenschnitt von mindestens 60% und gegen die Hebelung des EFSF
„Völligen Glaubwürdigkeitsverlust in der Europolitik“ wirft der der FREIE WÄHLER Bundesvorsitzende Hubert Aiwanger der CSU vor: „Bis vor wenigen Tagen hat die CSU hochheilig versprochen, die Hebelung des Euro-Rettungsschirms abzulehnen. Jetzt ist sie völlig eingeknickt und hat im Bundestag zugestimmt."
Der CSU-Vorsitzende und bayerische Ministerpräsident Seehofer hatte am 30. September im Bundesrat zur „Hebelung“ noch gesagt: „Eine solche Maßnahme setzt nicht nur die Stabilität des Euro aufs Spiel, sondern auch die Finanzstabilität Deutschlands.“ Auf dem CSU-Parteitag am 7. und 8. Oktober und in folgenden Interviews sagte Seehofer: „Die CSU schließt jedwede Ausweitung des beschlossenen Rettungsschirms aus. Ich gehe davon aus, dass unsere CSU-Position auch Position der Koalition ist oder wird“ und „eine Erweiterung der Rettungsschirme gibt es mit uns nicht. Das ist eine klare Aussage. Wir meinen das auch so.“ Diese Aussage wurde durch den Dringlichkeitsantrag von CSU und FDP im Bayerischen Landtag am 19.10.2011 mit der Forderung untermauert: „Die Bayerische Staatsregierung wird aufgefordert, sich auf Bundes- und EU-Ebene dafür einzusetzen, dass es zu keiner Vervielfachung der Interventionskraft des EFSF durch eine Hebelung kommt.“ Gestern stimmten im Bundestag die Abgeordneten der CSU und FDP dem Hebel zu!
Aiwanger hierzu: "Schwarz-Gelb hat die Kontrolle über das Geschehen völlig verloren. Es nützt auch den Griechen nichts mehr, wenn der deutsche Steuerzahler die Zinsen von Banken bezahlt, bei denen Griechenland verschuldet ist. Ich bin dafür, einen massiven Schuldenschnitt von mindestens 60 Prozent vorzunehmen und den Finanzinstituten und Schuldenländern unmissverständlich zu sagen, dass wir nicht bereit sind, ihre Schulden zu übernehmen. Rettungsschirm und Hebelung setzen hier die falschen Akzente und erhöhen unser Haftungsrisiko weiter.“
Abschließend fragt Aiwanger, welche Glaubwürdigkeit nach den bisherigen Erfahrungen die Aussage von mehreren Bundestagsabgeordneten von CSU und FDP noch hat, die aktuell äußerten: „Unser Bundesbankgold ist absolut tabu.“

- (Foto: AWISTA Gesellschaft für Abfallwirtschaft und Stadtreinigung mbH)
Pressemitteilung vom 24.10.2011
Bundestag will bei Müllentsorgung private Konkurrenz für Kommunen zulassen
Aiwanger: Schwarz-gelbe Bundesregierung ruiniert Müllentsorgung
Das Vorhaben, private Konkurrenz für die Kommunen bei der Müllentsorgung zuzulassen, stößt auf scharfe Kritik des Bundesvorsitzenden der FREIEN WÄHLER Hubert Aiwanger: „Schwarz-gelb im Bund ruiniert damit sehenden Auges die gut funktionierende Müllentsorgung in Deutschland, weil ihnen Lobbyisten mehr am Herzen liegen als die Bevölkerung. Deutschland hat europaweit ein vorbildliches Müllentsorgungskonzept mit den höchsten Recyclingquoten, weil die kommunale Abfallentsorgung funktioniert. Wenn wir jetzt private Rosinenpicker zulassen, die nur das sammeln, was sich momentan rentiert und morgen wieder verschwinden, dann liegt am Ende der Müll auf der Straße wie in vielen anderen Ländern Europas und die Kommunen müssen dann doch wieder eingreifen.“
Nach den derzeitigen Plänen, die am Freitag im Bundestag beschlossen werden sollen, müssten private Müllentsorger den Kommunen nur mit einem Vorlauf von drei Monaten mitteilen, dass sie die Sammlung beabsichtigen, dafür müssten sie aber für die nächsten drei Jahre die Sammlung garantieren. Dazu Aiwanger: „Das ist alles Theorie. Privatanbieter werden mit Dumpingpreisen und miserabel bezahlten Müllmännern in den Markt gehen solange einzelne Wertstoffpreise hoch sind. Wenn die Preise zurückgehen, werden sie bankrottgehen und niemand kann einen Anbieter zwingen, Müll zu sammeln wenn er bankrott ist.“
Außerdem befürchtet Aiwanger eine Prozessflut und Rechtsunsicherheit für die Kommunen, weil die Privaten ihr „Müllrecht“ gegen die Kommunen erstreiten könnten, z.B. wenn „die Planungssicherheit der Kommune nicht wesentlich beeinträchtigt“ werde oder die Kommune die Entsorgung „nicht in mindestens gleichwertiger Weise“ garantieren könne etc. Aiwanger sieht damit Tür und Tor geöffnet für Prozesse, bei denen sich die Kommunen mit spezialisierten Anwaltsbüros von privaten Mülllobbyisten herumschlagen müssten.
Aiwanger: „ Es darf nicht vom Altpapierpreis an Terminbörsen und einem Gerichtsurteil abhängen, ob der Müll noch gesammelt wird oder nicht. Der Bürger muss sich darauf verlassen können, dass der Müll zuverlässig und umweltfreundlich gesammelt und entsorgt wird. Schwarz-gelb ist wahnsinnig, wenn sie hier anders handeln.“
Hintergrund: Preise für Wertstoffe sind starken Schwankungen ausgesetzt. Im Jahr 2010 haben viele Kommunen aufgrund der hohen Alteisen- und Papierpreise Überschüsse in der Abfallwirtschaft erzielt, die dem Gesamthaushalt zu Gute kommen. Im Vorjahr dafür Defizite. Beispiel: Preise Alteisen: 2009 ca. 30-50 Euro, 2010: 240 Euro. Altpapier 2009 ca. 45 Euro, 2010: 60-120 Euro.
Pressemitteilung vom 04.10.2011
Kompetenzverlagerung auf Europa
Kompetente Finanzpolitiker haben genug in Deutschland zu tun
„Die Diskussionen über angebliche Lösungen der Finanzkrise in Europa gerät immer mehr zu einer Symbiose aus Stammtischgeschwätz und Volksverdummung“, meint der Stellvertretende Bundesvorsitzende der FREIEN WÄHLER, Walter Öhlenschläger.
Im Rahmen der Diskussionen über den Euro-Rettungsfond fordert Finanzminister Schäuble ein Mehr an Europa und er spricht von einer Kompetenzverlagerung nach Brüssel. Wo glaubt Herr Schäuble denn beim Thema “Euro- und Finanzkrise“ eigentlich Kompetenz bei den verantwortlichen Politikern erkannt zu haben?
Laut Wörterbuch versteht man unter “Kompetenz“, Sachverstand, Fähigkeit, Vermögen und wenn solche Eigenschaften bei den Finanzpolitikern hierzulande tatsächlich vorhanden waren, fragen sich immer mehr Bürgerinnen und Bürger, weshalb wir 2008 überhaupt in die größte Finanzkrise hineingerieten? Welche Lehren haben unsere Finanzpolitiker aus den Fehlern der Vergangenheit gezogen? Wohl nur die, dass auch in Zukunft die Bürgerinnen und Bürger für die Fehler der Politik geradestehen müssen.
Die Bundesregierung hat für alles Geld: für die Bankenrettung, für die Unterstützung von Griechenland, Irland, Portugal und Italien – und damit für Probleme die wir nicht verursacht haben. Andererseits erhalten die Kommunen ständig neue Aufgaben – ohne dass ihnen Bund oder Land dafür die finanziellen Mittel zur Verfügung stellen. Kinderbetreuung, Schulen, Verkehrsinfrastruktur hinken teilweise Jahrzehnte hinter den Anforderungen her.
„Die Antwort auf die Krise wird nicht einfach mit einem Mehr an Europa gelöst,“ so Walter Öhlenschläger weiter. “Vielmehr würde durch ein Mehr an Europa – ohne vorherige Lösung der länderspezifischen Finanzprobleme - die Undurchsichtigkeit der Politik weiter gefördert“.
Es muss endlich Schluss sein mit dem Gutmenschentum unserer Politik“. Spätestens im Jahr 2005 hätte in Brüssel festgestellt werden können, dass neben Griechenland weitere Länder der Europäischen Union die festgesetzte Höchstgrenze der Staatsverschuldung nicht einhalten. Statt schon da anzusetzen und nachhaltige Lösungen einzufordern, wurden die ehedem geltenden Kriterien aufgeweicht (schließlich konnte zwischenzeitlich auch Deutschland die Auflagen nicht erfüllen) und unsere kompetenten Finanzpolitiker legten das Programm “Schaun mer mal“ auf.
Die FREIEN WÄHLER stehen zu Europa und zu einer gemeinsamen europäischen Politik. Politik muss für die Bürgerinnen und Bürger jedoch endlich wieder nachvollziehbar und verständlich werden. Was für die Politik in Land und Bund richtig ist kann auch für Europa nicht falsch sein.
Pressemitteilung vom 29.09.2011
FREIE WÄHLER zur heutigen Abstimmung über Erweiterung des Euro-Rettungsschirms
Aiwanger: Steuerzahler wird über den Tisch gezogen
Der Bundesvorsitzende der FREIEN WÄHLER, Hubert Aiwanger, kritisiert die Bedingungen, unter denen der Bundestag am Donnerstag einer Erweiterung des Euro-Rettungsschirms zugestimmt hat. Aiwanger: „Der Steuerzahler wird über den Tisch gezogen. Gläubiger und Banken, welche die Hauptnutznießer der Bürgschaft durch den Steuerzahler sind, werden zur Begleichung der Risiken zu wenig herangezogen. Selbst Kanzlerin Merkel hat in den letzten Monaten gefordert, dass die Verursacher der Krise – vor allem die internationale Finanzwirtschaft – in nennenswertem Umfang an Kosten und Risiken beteiligt werden müssten. Dies ist nicht geschehen – stattdessen geht die Politik den Weg des geringsten Widerstandes und belastet den Wehrlosesten: den Steuerzahler.“
Aiwanger befürchtet für die Zukunft, dass sich die Eurokrise weiter verschärfen wird und begründet dies mit der mangelnden Glaubwürdigkeit der bisherigen Euro-Rettungspolitik: „Die Bundesregierung hat für den Rettungsschirm eine stärkere Beteiligung der Finanzwirtschaft gefordert. Wenn wir uns bei den Zukunftsprognosen für den Euro auf die Aussage der Bundesregierung genauso verlassen können wie auf ihr bisheriges Versprechen zur Beteiligung der Finanzwelt, dann kommt das dicke Ende erst noch auf uns zu.“
Pressemitteilung vom 07.09.2011
FREIE WÄHLER über Karlsruher Richterspruch zu Euro-Rettungsschirm und Griechenlandhilfe
Aiwanger: Schwarz-Gelb im Bund muss sich trauen, „Nein“ zu sagen
Der Bundesvorsitzende der FREIEN WÄHLER, Hubert Aiwanger, hat sich wenig überrascht über den heutigen Karlsruher Richterspruch gezeigt, welcher den Euro-Rettungsschirm und die Griechenlandhilfe für verfassungskonform erklärt. Aiwanger: „Dieses Ergebnis war vorherzusehen. Jetzt ist Schwarz-Gelb im Bund gefordert, den starken Worten von Seehofer & Co. Taten folgen zu lassen und ‚Nein‘ zu sagen. Es hilft nichts, öffentlich zu poltern und dann im Bundestag die Hand für die nächste Milliardentranche zu heben. Es ist auch naiv, darauf zu hoffen, dass die Gerichte die Bürger vor den Politikern schützen, die sie selber gewählt haben.“
Nach Ansicht Aiwangers ist bereits die jetzige Politik der Rettungsschirme ein Verstoß gegen Art. 125 des Lissabon-Vertrags, der die Errichtung einer Transferunion verbietet. Aiwanger weiter: „Genau das wird aber derzeit praktiziert; wir sind mitten drin in einer Transferunion, und wenn es nicht gelingt, die Verschuldungsspirale zu durchbrechen, wird am Ende die gesamte Eurozone wackeln. Italien steht bereits als nächster Bittsteller vor der Tür, Sparverordnungen der Regierung wurden mit Massenprotesten und Generalstreiks beantwortet.“
Abschließend stellt Aiwanger fest, dass von 27 EU-Staaten nur 17 der Eurozone angehören, darunter ein Haushaltssünder wie Griechenland, dessen Aufnahme in die Eurozone seinerzeit nur mittels gefälschter Haushaltszahlen möglich war. Ein Austritt oder Ausschluss aus der Eurozone für Staaten, welche nicht in der Lage oder willens seien, die Euro-Kriterien zu erfüllen, dürfte nicht weiterhin strikt ausgeschlossen werden.
PRESSEMITTEILUNG vom 29.08.2011
FREIE WÄHLER zum CSU-Grundsatzpapier bzgl. Eurostabilisierung
Während sich Bundeskanzlerin Merkel und das Gros der schwarz-gelben Bundesregierung im Hinblick auf die Eurostabilität nur noch zum Erfüllungsgehilfen für den Wirtschafts- und Finanzsektor macht, nimmt Ursula von der Leyen die bereits vor Wochen von den FREIEN WÄHLER gemachte Forderung nach einer politischen Lösung dieses Problems auf.
Die FREIEN WÄHLER forderten damals entweder die Schaffung der Vereinigten Staaten von Europa mit der Möglichkeit eines kontrollierten Länderfinanzausgleiches, wie in Deutschland praktiziert, oder, wenn die Zeit beim Bürger dafür noch nicht reif sein sollte, die Einführung von zwei bis drei Währungszonen. Eine Einheitswährung ist zwar vorteilhaft, kann aber von Deutschland und ein paar anderen finanzstarken Ländern quasi im Alleingang auf Dauer nicht gestemmt werden.
„Während sich Ursula von der Leyen nun mit der Thematik bzgl. Schaffung der Vereinigten Staaten von Europa politisch profilieren und in Stellung bringen will, um eventuell einen wackelnden Guido Westerwelle im Amt als Außenministerin bei einer Ämterrochade zu beerben, würde eine Realisierung der Vereinigten Staaten von Europa die CSU in politische Bedeutungslosigkeit fallen lassen,“ so die Bundesgeschäftsführerin der FREIEN WÄHLER Cordula Breitenfellner und weiter: „Um künftig nicht politischen Artenschutz beantragen zu müssen, unterbreitete heute die CSU ein eigenes, auf ihre politischen Bedürfnisse zugeschnittenes Grundsatzpapier bzgl. Eurostabilisierung. Die Welt hört aber nicht an Bayerns Grenzen auf. Die Beibehaltung der regionalen Vielfalt in einem föderalistisch geeinigten Europa wäre Aufgabe einer verantwortungsbewussten Europapolitik zu der sich eine CSU scheinbar außer Stande sieht.“
„Das Fehlen einer klaren, sachorientierten und lobbyunabhängigen Führungslinie innerhalb der Regierungskoalition ist ein Grund mehr für die FREIEN WÄHLER in politische Verantwortung zu gehen und auch zur Bundestagswahl 2013 anzutreten,“ so Breitenfellner abschließend.

- (www.bundesbildstelle.de und Foto unten AKG/Peter Leibing)
Pressemitteilung vom 12.08.2011
FREIE WÄHLER zum 50. Jahrestag des Mauerbaus
Aiwanger: Demokratie durch Mitmachen schützen
Anlässlich des 50. Jahrestags des Mauerbaus an der innerdeutschen Grenze am 13. August 1961 appelliert der Bundes- und Fraktionsvorsitzende der FREIEN WÄHLER, Hubert Aiwanger, für mehr politisches Engagement: „Demokratie ist auf die Mitwirkung aller Bürgerinnen und Bürger angewiesen, Politikverdrossenheit, Wahlenthaltung und Verweigern des eigenen Mitwirkens leistet undemokratischen Strukturen Vorschub. Der Kampf der Menschen in Nordafrika unter Einsatz ihres Lebens für mehr politische Mitspracherechte zeigt, welch hohes Gut Demokratie ist. Dies sollte uns Vorbild sein, unsere demokratischen Mitwirkungsrechte auszuschöpfen und sich am politischen Meinungsbildungsprozess aktiv zu beteiligen.“
Der Akt des Mauerbaus vor 50 Jahren ist in den Augen Aiwangers ein Eingeständnis des Scheiterns des damaligen DDR-Regimes und der dahinterstehenden totalitären kommunistischen Ideologie: „Wer seine Leute hinter Stacheldraht einsperren muss, damit sie ihm nicht davonlaufen, der hat keine Zukunftschance.“
Aiwanger fordert die Bundes- und Landespolitik auf, die Erinnerung an das DDR-Unrecht wachzuhalten: „Die Verbrechen der DDR-Diktatur, aber auch das Unrecht der kommunistischen Ideologie müssen stärker als bisher in den Mittelpunkt gerückt werden. Alle Demokraten müssen lautstark gegen Verklärungsversuche, die Verharmlosung des Unrechtsstaats DDR und Rufe nach einer Rückkehr zum Kommunismus durch die Linkspartei protestieren. Wir fordern daher, den 17. Juni als nationalen Gedenktag an die Opfer des Aufstandes gegen das DDR-Regime wach zu halten.“
Abschließend ruft Aiwanger dazu auf, die Demokratie bürgernah weiterzuentwickeln und die innere Einheit Deutschlands zu vollenden: „Solange die Begriffe ‚Wessi‘ und ,Ossi‘ noch nicht aus unserem Sprachwortschatz gestrichen sind, sind wir noch nicht am Ziel.“
Pressemitteilung vom 09.08.2011
FREIE WÄHLER zur aktuellen Maut-Debatte
Aiwanger: Schwarz-gelbe Mautideen sind nicht zu Ende gedacht
Als „nicht zu Ende gedacht“ hat der Bundesvorsitzende der FREIEN WÄHLER, Hubert Aiwanger, die Autobahn-Mautpläne des bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer bezeichnet. „Eine Autobahnmaut für PKW würde zu Ausweichverkehr von der Autobahn runter auf die Kommunal- und Landstraßen führen. Gerade ausländische Autobahnbenutzer würden dann auf die kostenlosen Schleichwege ausweichen und für Verkehrschaos sorgen, wie wir es schon von der LKW-Maut kennen.“ Wenn man schon die ausländischen Autofahrer stärker als bisher abkassieren wolle, müsse man eine allgemeine Straßenbenutzungsgebühr einführen, egal auf welcher Straße man sich bewegt. Doch auch hier falle ein nicht zu unterschätzender Kontrollaufwand an, weil dann wohl die Polizei kontrollieren müsse, ob auch jeder Fahrer eine Vignette gekauft habe, gab Aiwanger zu bedenken. Schließlich dürfe man auch nicht vergessen, dass jeder Liter Benzin ohnehin mit 65 Cent Mineralölsteuer belastet sei, jeder Liter Diesel mit 47 Cent. Da der Sprit zum Beispiel in den Niederlanden teurer sei als in Deutschland, würden die Urlaubsfahrer aus diesen Ländern pro Tankfüllung rund 30 bis 40 Euro in die deutsche Steuerkasse zahlen, ohne dass hierfür Bürokratiekosten anfallen. Dass die Niederländer entgegen anderslautenden Behauptungen sehr wohl in Deutschland tanken, sehe man an jeder Tankstelle an den Transitstrecken, so Aiwanger.
Auch die aktuellen Forderungen aus der FDP, die Mineralölsteuer um 13 Cent anzuheben und dafür auf die Maut und eventuell auf die Kfz-Steuer zu verzichten, habe massive Auswirkungen auf Berufspendler, gerade im ländlichen Raum. Aiwanger weiter: „Wenn eine Tankfüllung dann 10 Euro mehr kostet als bisher, werden viele Berufstätige ihre Wohnung am Land aufgeben müssen und an ihren Arbeitsplatz in die Stadt ziehen. Eine Verteuerung der Mobilität über die Mineralölsteuer hat im Gegensatz zur Vignette zwar ökologische Lenkungswirkung, führt aber zu einer zusätzlicher Belastung für die Menschen im ländlichen Raum, die auf das Auto angewiesen sind.“ Aiwanger warnt Schwarz-Gelb daher vor unüberlegten Schnellschüssen in Bezug auf die Mautpläne. Er geht aber davon aus, dass diese ständigen, sich widersprechenden Kommentare ohnehin nur dazu dienen sollen, das Sommerloch zu füllen. „Würden die Einnahmen aus Mineralöl- und Kfz-Steuer sowie LKW-Maut von insgesamt deutlich über 50 Milliarden Euro nur halbwegs in die Ertüchtigung des Verkehrsnetzes investiert anstatt in das Stopfen von Haushaltslöchern, hätten unsere Straßen ohnehin schon goldene Leitplanken“, so Aiwanger. „Derzeit werden nur etwa 17 Milliarden Euro, also ein Drittel der Gesamteinnahmen in den Verkehrsbereich investiert. Seehofer solle sich also lieber dafür einsetzen, dass nicht so viel Steuerzahlergeld für Euro-Rettungsschirme ausgegeben werden muss, statt dass die heimischen Autofahrer entgegen anders lautenden Ankündigungen noch mehr belastet werden.“
Die FREIEN WÄHLER können sich eine PKW-Maut nur dann vorstellen, wenn sie für deutsche Autofahrer aufkommensneutral ist, indem etwa die Kfz-Steuer um den Mautbetrag gekürzt wird. Außerdem darf kein Mautausweichverkehr erzeugt werden. „Sollte eine Maut eingeführt werden, dann müsste es eine allgemeine Straßenbenutzungsgebühr sein, keine reine Autobahngebühr. Schließlich müssten auch die Mehreinnahmen einer Maut durch die Belastung ausländischer Autofahrer merklich höher sein als der zusätzliche Kontrollaufwand“, so Aiwanger abschließend.
Pressemitteilung vom 05.08.2011
FREIE WÄHLER zum drohenden Pflegenotstand
Verpflichtendes gemeinnütziges Jahr für alle einführen!
Jüngste Untersuchungen gehen davon aus, dass sich die Anzahl der Demenzkranken und Pflegebedürftigen in Deutschland in den nächsten Jahren auf mehrere Millionen vervielfachen wird. Angesichts des massiven Personalmangels im Pflegebereich und des drohenden Pflegenotstandes aufgrund sprunghaft zunehmender Pflegefälle erneuern die FREIEN WÄHLER ihre Forderung nach der Einführung eines verpflichtenden gemeinnützigen Jahres für alle.
Die FREIEN WÄHLER verlangen: „Wir brauchen hier endlich eine zielgerichtete Lösung. Wir schlagen deshalb ein verpflichtendes gemeinnütziges Jahr für alle vor, um die Wohlfahrt unserer Gesellschaft und vor allem auch eine menschenwürdige Betreuung unserer Pflegebedürftigen sicherzustellen.“
Demzufolge sollten junge Männer genauso wie Frauen ein gemeinnütziges Jahr wahlweise bei Bundeswehr, Rettungsdiensten, im Sozial- oder Umweltbereich ableisten. Nach Aussetzung der Wehrpflicht, des Wehrersatzdienstes und des Zivildienstes sehen sich vor allem viele Sozialverbände nicht mehr in der Lage, das notwendige Hilfspersonal zu bekommen. Die ersatzweise eingeführten Freiwilligenmodelle funktionieren bisher überhaupt nicht. Daher sehen die FREIEN WÄHLER in der Einführung eines verpflichtenden gemeinnützigen Jahres, die einzige Möglichkeit dem drohenden Pflegenotstand entgegenzuwirken.

- (Bild: suche.truckscout24.de/bilder/ feuerwehrautos.jpg)
Pressemitteilung vom 27.07.2011
FREIE WÄHLER zu Strafzahlung gegen Mitglieder des Feuerwehrkartells
Aiwanger: Kommunen unbürokratisch entschädigen
Nachdem das Bundeskartellamt gegen die Firma Iveco Brandschutztechnik GmbH in Ulm wegen Absprachen bei der Herstellung von Feuerwehrfahrzeugen mit Drehleitern ein Bußgeld in Höhe von 17,5 Millionen Euro verhängt hat, fordert der FREIE WÄHLER-Bundesvorsitzende Hubert Aiwanger, die von Preisabsprachen betroffenen Kommunen unbürokratisch zu entschädigen. „Die Leidtragenden der Preisabsprachen sind Städte und Gemeinden, die Drehleitern und möglicherweise auch andere Gerätschaften für die Feuerwehr viel zu teuer eingekauft haben. Ich erwarte nun von den betroffenen Firmen, dass diese den geschädigten Kommunen unbürokratisch Schadensersatz leisten und sich nicht in langwierige Prozesse flüchten, in denen man sich dann mit der Frage der Schadenshöhe herumschlagen muss. Sollten die Unternehmen keine Kooperationsbereitschaft zeigen, ist zu überlegen, ob man sie künftig noch an öffentlichen Ausschreibungen beteiligt.“
Aiwanger fordert auch die Innenminister dazu auf, in dieser Angelegenheit klare Worte zu sprechen. „Wir alle müssen deutlich machen, dass wir illegale Absprachen zulasten von Städten und Gemeinden nicht als Kavaliersdelikt abtun. Die Länder und ihre Kommunen lassen sich derartiges Verhalten nicht bieten, sondern werden unabhängig von Kartellamt und Gerichten alles in ihrer Macht stehende tun, um gemeinsam Schaden von den Steuerzahlern abzuwenden.“

- (Bild: Solaranlage bei Freiberg, Eclipse.sx)
Pressemitteilung vom 26.07.2011
FREIE WÄHLER kritisieren Oettingers Äußerung, Deutschland sei kein Photovoltaik-Standort :
Aiwanger: EU-Industriekommissar Oettinger Fehlbesetzung
Heftige Kritik an EU-Industriekommissar Günther Oettinger äußern die FREIEN WÄHLER. Der CDU-Politiker hatte in einem Interview die Förderung von Solarstrom aus Deutschland als Sackgasse bezeichnet und sich stattdessen für den Ausbau der Photovoltaik in Griechenland stark gemacht. Für FREIE WÄHLER-Chef Hubert Aiwanger purer Unsinn: „Die Behauptung, Deutschland sei für Photovoltaik nicht geeignet, zeugt von größter energiepolitischer Inkompetenz und Unwissenheit. Es stellt sich außerdem die Frage, ob Oettinger nicht im Auftrag europäischer Energiemonopolisten agiert, statt die Wertschöpfung innerhalb der Regionen vor Ort zu unterstützen. Oettinger dreht sein Fähnchen wie in der Frage des Atomausstiegs nach dem Wind, seine energiepolitische Gedankenwelt ist von vorgestern. Der Vorschlag unseres anerkannten ‚Atomsauriers‘ Oettinger, den Solarstrom in ein politisch instabiles Land wie Griechenland zu verlagern, ist einzig dessen Profilierungswunsch geschuldet. Die dann unsinnig weite und teure Stromtrassenführung von Griechenland nach Deutschland allein führt den Vorschlag schon ad absurdum.“
Oettinger möge sich lieber für innovative Energie- und Speichertechnologien einsetzen, wie sie derzeit in dessen Heimat Stuttgart erforscht werden, so Aiwanger weiter. Den Wissenschaftlern des Stuttgarter Zentrums für Sonnenenergie und Wasserstoffforschung (ZSW) ist es kürzlich gelungen, Strom aus Wind- und Sonnenenergie in problemlos speicherbares Methangas umzuwandeln. Die FREIEN WÄHLER stehen für dezentrale, regionale und erneuerbare Energieversorgung.
Pressemitteilung vom 20.07.2011
FREIE WÄHLER: Deutschland ist auf gesellschaftliches Engagement junger Menschen angewiesen!
Forderung nach Einführung eines „Verpflichtenden Gemeinnützigen Jahres für alle“
Vor dem Hintergrund der vielen offenen Stellen im Sozialbereich aufgrund des wegfallenden Zivildienstes, Problemen der Bundeswehr bei der Anwerbung von Freiwilligen und mit dem Ziel, junge Menschen zur Übernahme von Verantwortung in der Gesellschaft zu ermuntern, sprichen sich die FREIEN WÄHLER für die Einführung eines Verpflichtenden Gemeinnützigen Jahres für alle aus.
FREIE WÄHLER-Bundesvorsitzender Hubert Aiwanger: „Eine Gesellschaft funktioniert auf Dauer nur, wenn sich alle Bürgerinnen und Bürger in zumutbarem Maße für das Allgemeinwohl einsetzen. Die Herausforderungen der Zukunft erfordern das Engagement jedes Einzelnen, damit wir auch vor dem Hintergrund einer zunehmend alternden Bevölkerung soziale Wohlfahrt weiterhin garantieren können. Es ist höchste Zeit zu handeln, denn der Bundesfreiwilligendienst, der nach dem Wegfall der Wehrpflicht in Deutschland neue Freiwillige für soziale Dienste anwerben sollte, ist trotz einer millionenschweren Werbekampagne bisher ein glatter Misserfolg: Zwar konnten zum 1. Juli 2011 insgesamt 17.300 Freiwillige rekrutiert werden; davon sind allerdings 14.300 Personen ehemalige Zivildienstleistende, die ihren Dienst freiwillig verlängert haben. Von den ursprünglich schon zum 1. Juli vorgesehenen 35.000 Freiwilligen, die in Krankenhäusern, der Altenpflege, in Behindertenwerkstätten, Bahnhofsmissionen und anderen Einrichtungen dringend benötigt werden, sind wir weit entfernt – und das bei bundesweit 170.000 als frei verfügbar gemeldeten ehemaligen Zivildienstplätzen.“
Die FREIEN WÄHLER möchten ein Verpflichtendes Gemeinnütziges Jahr, weil es entscheidend zur positiven Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen beiträgt. Aiwanger: „Fragen Sie heute ehemalige Wehrdienst- oder Zivildienstleistende nach ihren Erfahrungen, erhalten Sie fast ausnahmslos positive Reaktionen. Diese Mühe ist es wert, zumal hier auf rechtliche Voraussetzungen zurückgegriffen werden kann, die wir vom Wehr-, Zivil- und Ersatzdienst her kennen. Die FREIEN WÄHLER sind der Überzeugung, dass in einer zunehmend individualisierten Gesellschaft ein Verpflichtendes Gemeinnütziges Jahr für alle Solidarität und Verantwortung lehrt. Es fördert zudem die Motivation, das gesellschaftliche Engagement, die Leistungsbereitschaft junger Menschen und die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund. Darauf sind wir alle dringend angewiesen.“
Ein Verpflichtendes Gemeinnütziges Jahr für alle deckt nach den Vorstellungen der FREIEN WÄHLER nicht nur einen sozialen, sondern auch einen ökologischen Dienst ab – ebenso wie den Dienst bei der Bundeswehr.

- (Foto: unbekannt)
PRESSEMITTEILUNG vom 09.06.2011
FREIE WÄHLER fordern mehr Solidarität für Jugend und Senioren
„Während Berlin sich rüstet für den Christopher Street Day und dazu mehr als 1,5 Mio. Teilnehmer erwartet werden, müssen sich nicht nur die Regierungsparteien in Bund und Land, sondern auch unsere Gesellschaft fragen lassen, wo bleibt die Solidarität für unsere Jugend, unserer aller Zukunft, und für unsere Senioren, denen wir nicht nur den Aufbau unserer Demokratie und den Wohlstand verdanken?“ fragt die Bundesgeschäftsführerin der FREIEN WÄHLER Cordula Breitenfellner und weiter: „ Mehr als 0,5 Mio. Jugendlichen wird aufgrund fehlendem Schulabschlusses keinerlei Zukunftsperspektiven bescheinigt und gemäß einer Studie der Bundesarbeitsgemeinschaft der Krisentelefone, Beratungs- und Beschwerdestellen für alte Menschen in Deutschland/BAG wird jeder 2. Mensch über 60 Jahre Opfer körperlicher und seelischer Gewalt. Die Menschenwürde ist laut Grundgesetz unantastbar, aber wir lassen auch dank der überbordenden Bürokratie zu, dass sich viele Jugendliche, vor allem auch alleinerziehende Mütter und Väter, Schwerkranke und Behinderte, Opfer von Mobbing und anderen Gewaltdelikten sowie ein Großteil der Senioren würdelos, ohnmächtig und alleingelassen innerhalb unserer sog. Leistungsgesellschaft fühlen.“
„In das Fass ohne Boden namens Griechenland konnte Deutschland mit einem Wimpernschlag Milliarden versenken, nur für unsere Schutzbefohlenen, unschuldig in Not geratenen Bürgerinnen und Bürger können wir nicht richtig sorgen, gibt es kaum oder nur hoch kompliziert abrufbare finanzielle Mittel,“ kritisiert Breitenfellner.
Die FREIEN WÄHLER fordern deshalb neben kleineren Klassen und mehr Lehrern, den Erhalt von wohnortnahen Schulen auch bundesweit einheitliche Bildungsstandards. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf muss gewährleistet sein, ebenso der Schutz vor Armut – in der Kindheit, während des Berufslebens, in Krankheit, Behinderung und im Alter. Neben einer massiven Verbesserung des Opferschutzes, gilt es auch die Förderung von Jugend- und Seniorenprojekten zu verbessern, wie z. B. Alterswohngemeinschaften.
Pressemitteilung vom 29.05.2011
FREIE WÄHLER zu: Ethikkommission für Atomausstieg in zehn Jahren
Aiwanger: Vorschlag der Ethikkommission ist vernünftige Verhandlungsgrundlage
Als „vernünftige Verhandlungsgrundlage“ bezeichnet der Bundesvorsitzende der FREIEN WÄHLER Hubert Aiwanger den Vorschlag der Ethikkommission, welche sich für einen Ausstieg Deutschlands aus der Atomenergie bis zum Jahr 2021 ausspricht. Aiwanger fordert einen schnellen Umstieg auf erneuerbare Energien gerade aufgrund der Versorgungssicherheit: „Die Kernkraftbefürworter argumentieren immer wieder damit, dass beim Ausfall einiger zusätzlicher Atomkraftwerke die Stromversorgung zusammenbrechen könnte. Gerade deshalb ist es in meinen Augen höchste Zeit, auf dezentrale und stabile Strukturen umzusteigen. Unsere Energieversorgung hängt derzeit am seidenen Faden und birgt zahlreiche Gefahren, wie die Stresstests beweisen. Keines der 17 deutschen Kernkraftwerke ist gegen den Aufprall schwerer Verkehrsflugzeuge ausreichend gesichert.“
Die FREIEN WÄHLER fordern ein Festhalten am ursprünglich geplanten Atomausstieg, massive Energieeinsparprogramme nach dem Motto „Energie, die nicht verbraucht wird, muss auch nicht erzeugt werden“ und die Dezentralisierung der Wertschöpfung im Energiebereich durch die Stärkung von Stadtwerken und Bürgergenossenschaften anstatt der übergroßen Marktmacht weniger Konzerne
Pressemitteilung vom 22.05.2011
FREIE WÄHLER zur Euro-Debatte zwischen Merkel und CSU-Spitze in Andechs
Aiwanger: Merkel und Seehofer haben den Schuss nicht gehört - stärkere Beteiligung der Banken gefordert
Scharfe Kritik an den „wohlfeilen und nichtssagenden Äußerungen von Merkel und Seehofer“ zur aktuellen Eurokrise kommt vom Bundesvorsitzenden der FREIEN WÄHLER, Hubert Aiwanger. „Die haben den Schuss nicht gehört“ kommentiert Aiwanger die Aussage aus der CSU, sie wolle auf Querschüsse verzichten. „Das heißt nichts anderes als Mund zu und Geldbeutel auf“, so Aiwanger.
Griechenland hat aktuell 330 Milliarden Euro Schulden, ohne Aussicht dieses Geld jemals zurückzahlen zu können. Am 18. Juli tritt die Zahlungsunfähigkeit Griechenlands ein, wenn nicht schnellstens frische 12 Milliarden Euro ins System gepumpt werden. Zeitnah fehlen weitere 30 bis 60 Milliarden Euro. Aiwanger glaubt nicht daran, dass durch Einsparungen in Griechenland die Gegenfinanzierung zu sichern sei, denn dies habe schon beim 110-Milliarden-Rettungsschirm nicht geklappt. „Es muss Schluss damit sein, dass die Steuerzahler in den Euroländern, vor allem in Deutschland, Prellbock für die Schuldenkrise in Griechenland und weiteren verschuldeten Euroländern sind. Die Bankenwelt muss stärker als bisher herangezogen werden, um aus dem Schlamassel herauszukommen. Sie sind mit Schuld, dass ständig Kredite gewährt wurden, in der Hoffnung, dass es am Ende der Steuerzahler schon bezahlen wird. Die Banken verdienen an den hohen Zinsen und der Steuerzahler bezahlt es, diese Arbeitsteilung muss beendet werden.“
Im Versuch, über eine Treuhandlösung griechischen Staatsbesitz flüssig zu machen und damit Schulden zu bezahlen, sieht Aiwanger höchstens die Chance auf eine kurze Atempause. Bis zu 50 Milliarden Euro könnten auf diese Weise aktiviert werden. „Wir kommen an einer Umschuldung, auch zu Lasten der Banken, nicht vorbei. Je schneller dies angegangen wird, umso schneller bekommen wir wieder Boden unter die Füße. Das ist die Botschaft, die ich von Merkel und Seehofer erwartet hätte“, so Aiwanger abschließend.

Pressemitteilung vom 13.05.2011
FREIE WÄHLER zu: „Seehofer beklagt Reform-Probleme für Bundeswehr-Standorte“
Aiwanger: Union ruiniert die Bundeswehr
Mit scharfen Worten hat der Bundes- und Fraktionsvorsitzende der FREIEN WÄHLER im Bayerischen Landtag, Hubert Aiwanger, die Auswirkungen der unausgegorenen Bundeswehrreform kritisiert. Aiwanger sagte: „Die Bundeswehrreform wurde völlig überstürzt und planlos vom Zaun gebrochen, ihre Auswirkungen nicht bedacht. Es hätte rechtzeitig ein System entwickelt werden müssen, wie eine ausreichende Anzahl Freiwilliger angeworben werden kann.“
Laut Aiwanger gehören die Bestimmung von Einsatzzielen, drohende Standortschließungen, die Nachwuchsgewinnung, die Materialbeschaffung und die Finanzierung zu den derzeit größten Problemen. Aiwanger weiter: „Seehofer beteuert, die Bundeswehr mache ihm mehr Kopfzerbrechen als die Energiewende. Wenn er jetzt äußert, dass ihm die Auswirkungen der Bundeswehrreform erst letzte Woche klargeworden sind, dann kann ich nur sagen: ‚Guten Morgen, Herr Ministerpräsident!‘ Wir FREIE WÄHLER haben Seehofer und die Staatsregierung bereits im Dezember 2010 und zuletzt im März 2011 mit Dringlichkeitsanträgen auf die vielen Probleme der Bundeswehrreform hingewiesen: diese unüberlegte Reform gefährdet die Einsatzfähigkeit der Bundeswehr.“
Speziell die CSU mit ihrem früheren Verteidigungsminister zu Guttenberg habe die Bundeswehr genauso an die Wand gefahren wie die Energiepolitik, so Aiwanger weiter: „Auch hier wurden massive Fehler begangen, und jetzt steht man in einer Sackgasse. Die CSU hat damit auch auf diesen beiden Politikfeldern bewiesen, dass sie die Probleme des Landes nicht löst, sondern erst herbeiführt. Für die Bundeswehr benötigen wir ein Standortsicherungskonzept, das vor allem die Standorte in den strukturschwachen Regionen sichert und ein attraktives System sowie bessere Anreize bietet, um eine ausreichende Anzahl von qualifizierten Freiwilligen und länger Dienenden zu bekommen.“
Pressemitteilung vom 08.05.2011
FREIE WÄHLER zu: Soll Griechenland die Euro-Zone verlassen?
Hubert Aiwanger , niederbayerischer Abgeordneter und Bundesvorsitzender der FREIEN WÄHLER, sagte dazu:
„Es darf keine Denkverbote geben. Es gibt eine Reihe europäischer Länder, die nicht der Euro-Zone angehören, und doch wirtschaftlich funktionieren. Demnach ist es nicht richtig zu behaupten, ein Austritt aus der Eurozone wäre eine wirtschaftliche Katastrophe. Hochverschuldete Euro-Länder könnten durch ein zeitweiliges Austreten aus der Euro-Zone und einer abgewerteten eigenen Währung die Wettbewerbsfähigkeit wiedererlangen. Die EU ist ausdrücklich nicht als Transfer-Union angelegt, und es wird auf lange Sicht politisch nicht gut gehen, einige Länder auf Dauer zu alimentieren.“

- (Bild: www.tz-online.de)
PRESSEMITTEILUNG vom 20.04.2011
FREIE WÄHLER zu: Allensbach-Umfrage Bildung
FREIE WÄHLER: „Lehrer sollten auch Wertevermittler sein, dafür müssen wir die Rahmenbedingungen schaffen“
Laut der neuesten Allensbach-Umfrage wünschen sich die meisten Eltern in der Bildungspolitik bundeseinheitliche Standards. Die FREIEN WÄHLER dazu:
„Die derzeitigen Strukturen im Bildungsbereich werden der Lebenswirklichkeit der Menschen einfach nicht mehr gerecht. Kinder zu haben, darf nicht dazu führen, dass man beruflich nicht mehr mobil und flexibel sein kann, deshalb sind bundeseinheitliche Standards unumgänglich. Momentan ist die Bildungspolitik in Deutschland ein Flickenteppich und vielfach Spielwiese für Parteiideologen, was dazu führt, dass Kinder bei einem Umzug in ein anderes Bundesland jeweils mit einer völlig anderen Bildungslandschaft und nicht aufeinander abgestimmten Lehrplänen konfrontiert werden. Die Länderregierungen werden einsehen müssen, dass hier Handlungsbedarf besteht.“
Die zentralen Forderungen der FREIEN WÄHLER im Bildungsbereich, mehr Lehrer, kleinere Klassen und eine bessere Ausstattung in den Schulen, sind nach wie vor aktuell und dringend nötig – das zeigen alle aktuellen Bildungs-Studien. Wenn Deutschland weltweit einen Spitzenplatz im Bildungsbereich erhalten will, müssen sich die Rahmenbedingungen schnell ändern.
„ Fast alle Lehrer möchten nicht nur Wissensvermittler, sondern auch Wertevermittler – also echte Pädagogen – sein, der schulische Alltag hindert sie aber daran. Dabei liegen die Lösungen klar auf der Hand. Statt immer nur Geld und Zeit in neue Untersuchungen, Umfragen und Theorien zu stecken, müssen wir endlich handeln“, so die FREIEN WÄHLER.

- (Foto: www.seemoz.de)
PRESSEMITTEILUNG vom 18.04.2011
FREIE WÄHLER zur Atomdebatte in der Schweiz
Trinkwassergefährdung durch Atomkraftwerke
Aiwanger fordert Bodensee-Anrainerkonferenz
Seit der Atom-Katastrophe in Japan wird die Kernenergie auch in der Schweiz zunehmend kritisch gesehen und im Vorfeld der Parlamentswahlen im Oktober heftig diskutiert. Die fünf Meiler der Eidgenossen sind teilweise schon vierzig Jahre alt, drei davon liegen in unmittelbarer Nähe zu Deutschland und dem Trinkwasserspeicher Bodensee. Der Bundesvorsitzende der FREIEN WÄHLER, Hubert Aiwanger, fordert vor diesem Hintergrund eine internationale Bodensee-Anrainerkonferenz, um auf die Gefahrenlage hinzuweisen und eine grenzübergreifende Lösung zu finden:
„Der Bodensee ist Europas größter Trinkwasserspeicher und versorgt 4,5 Millionen Menschen mit Trinkwasser, auch die Menschen in der Schweiz. Gleichzeitig sind im Umkreis von 180 Kilometern um den Bodensee 13 Kernkraftwerke in Deutschland, der Schweiz und in Frankreich. Wir sehen in Japan, dass ein Atomunfall das Wasser in kürzester Zeit massiv verseuchen kann. Das wäre eine Katastrophe, da es keine Notfallpläne gibt, um das Bodensee-Trinkwasser zu ersetzen.“
Aiwanger fordert die bayerische Staatsregierung und die Bundesregierung deshalb auf, unverzüglich tätig zu werden, mit Frankreich und der Schweiz die Problemlage zu erörtern und auf eine Abschaltung der Atommeiler in diesem Bereich hinzuwirken.
„Ein ähnliches Gespräch wäre mit Tschechien und Österreich für die Kernkraftanlagen Temelin und Isar 1 mit ihren Atommüll-Zwischenlagern längst überfällig“, so Aiwanger. „Wir müssen endlich auch grenzübergreifend vertrauensbildend zusammenarbeiten. Atomare Gefahren machen an den Grenzen nicht Halt und es ist keine Lösung zu sagen: Die Kernkraftwerke der anderen sind auch nicht sicherer als unsere, also machen wir weiter. Die Menschen wollen Lösungen. Wenn die Politik nicht grenzübergreifend zusammenarbeitet, werden es die Atomkraftgegner sehr schnell tun und die Politik vor sich hertreiben.“
Die FREIEN WÄHLER fordern regionale Energiemodelle mit Beteiligung der Bürger und Kommunen und den Umstieg auf 100 Prozent erneuerbare Energien bis 2030.

- (Bild: www.nature.com)
PRESSEMITTEILUNG vom 30.03.2011
FREIE WÄHLER : EU-weite Grenzwerte für radioaktiv belastete Lebensmittel zurücknehmen
Gefahr durch radioaktive Lebensmittel aus Japan
Bundesregierung und EU müssen sofort aktiv werden
Seit der Atomkatastrophe in Japan steigt die Angst vor radioaktiv belasteten Lebensmitteln. Aber anstatt die Verbraucher zu schützen, hat die Europäische Union klammheimlich die Grenzwerte für radioaktive Belastungen von Lebensmitteln erhöht.
Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner betont seit Tagen die speziellen Kontrollmaßnahmen und Schutzstandards. Gleichzeitig wird die Öffentlichkeit aber nicht darüber informiert, dass europaweit geltende Grenzwerte für die radioaktive Belastung von Lebensmitteln aus Japan am vergangenen Wochenende erhöht wurden.
„Es ist ein Skandal, dass uns immer Sicherheit vorgegaukelt wird, während die EU gleichzeitig die Grenzwerte nach oben setzt. Hier wird fahrlässig mit der Gesundheit der Bevölkerung gespielt“, kritisieren die FREIEN WÄHLER. Heimlich, still und leise habe die EU-Kommission die Katastrophengrenzwerte für Lebensmittel in Kraft gesetzt. Nahrungsmittel dürfen jetzt deutlich höher radioaktiv belastet sein als bisher. „Wir wollen maximale Sicherheit für unsere Bürger, die Grenzwerterhöhung muss rückgängig gemacht werden“, fordern die FREIEN WÄHLER. Die Bundesregierung und die Europaabgeordneten müssten sofort aktiv werden.

Pressemitteilung vom 25.03.2011
FREIE WÄHLER zur Energiedebatte
Dramatische Unglaubwürdigkeit der schwarz-gelben Energiepolitik
Hubert Aiwanger, Bundesvorsitzender der FREIEN WÄHLER, sagt zu den Vorgängen um das AKW Isar 1: „Ich fordere die Bayerische Staatsregierung auf, die Sorgen von Oberösterreich bezüglich Isar 1 ernst zu nehmen. Schon vor der Atomkatastrophe von Japan hat die österreichische Regierung die Sicherheit von Isar 1 in einem belastbaren Gutachten angezweifelt und ist dafür von Bayerns Umweltminister Söder belächelt worden. Wenn wir uns über die Ignoranz der tschechischen Regierung wegen der Gefahren durch das Atomkraftwerk Temelin beschweren, dann müssen wir auch vor der eigenen Haustür kehren und die Sorgen unseres österreichischen Nachbarn ernst nehmen. Der alte Meiler Isar 1 darf nie wieder ans Netz gehen, da Sicherheitsbedenken bezüglich eines Terroranschlags oder Flugzeugabsturzes nicht ausgeräumt werden können.“
Aiwanger kritisiert weiter: „Die Lippenbekenntnisse der Regierung zum Ausbau der erneuerbaren Energien sind unglaubwürdig und dienen nur der Wählerberuhigung, was die Bevölkerung morgen in vielen Teilen Deutschlands zu Zehntausenden auf die Straßen treiben wird. Die umstrittene Äußerung von Bundeswirtschaftsminister Brüderle zum Atommoratorium der Bundesregierung bestätigt diesen Eindruck in weiten Teilen der Öffentlichkeit; der Rücktritt von BDI-Geschäftsführer Schnappauf ist aus meiner Sicht nur ein Bauernopfer. Schwarz-Gelb in Land und Bund ist dafür verantwortlich, dass die Biokraftstoffbesteuerung viel zu hoch ist und dass dieser Energieform dadurch die Wettbewerbsfähigkeit entzogen wurde. Die Einspeisevergütung für Photovoltaik ist so niedrig angesetzt, dass diese Technik ebenfalls mit großen Problemen zu kämpfen hat. Der Ausbau der Windenergiestandorte wird von Schwarz-Gelb gezielt torpediert, außerdem werden noch immer nicht alle Möglichkeiten der Pumpspeichertechnologie ausgeschöpft. Die Programme zur Energieeinsparung sind drastisch zusammengestrichen worden. Der Ausbau erneuerbarer Energien leidet also nicht in erster Linie an mangelnder technischer Machbarkeit - sondern am politischen Willen!“

- (Foto: AP)
Pressemitteilung vom 17.03.2011
FREIE WÄHLER zu: Union will Spritpreise überprüfen
Regulierung der Benzinpreise dringend nötig!
Spritpreise auf Rekordniveau, mehrfache Preisänderungen am Tag, keine Übersicht für Verbraucher: Autofahrer haben es derzeit schwer. Der Ärger ist groß, Regulierung gibt’s aber keine. Die FREIEN WÄHLER wollen das ändern.
Dieser Vorstoß ist offenbar auch der Union zu Ohren gekommen, und die CDU/CSU will jetzt – dem Antrag der FREIEN WÄHLER Landtagsfraktion entsprechend – die Regulierung des Benzinpreises prüfen. Die Landtagsfraktion hatte bereits am 1. Februar 2011 einen Antrag in den Bayerischen Landtag eingebracht, mit dem Ziel, eine Spritpreisverordnung nach österreichischem Vorbild einzuführen.
Die FREIEN WÄHLER dazu: „Die Tankstellen erhöhen die Benzinpreise willkürlich mehrmals am Tag, das ist für Verbraucher völlig undurchsichtig. In Österreich wurde dem ein Riegel vorgeschoben. Dort dürfen die Tankstellen die Preise jetzt nur noch einmal am Tag bis zwölf Uhr erhöhen, danach darf nur noch abgesenkt werden. Das sorgt für eine bessere Orientierung der Verbraucher, weil sie die Preise besser vergleichen können und schafft auch mehr Transparenz im Wettbewerb.“
Der Auto Club Europa (ACE) unterstützt die Initiative der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion und hatte sich selbst bereits für die Einführung einer Spritpreisverordnung bei der Bundesregierung eingesetzt. Eine solche Verordnung kann nämlich auch dafür sorgen, dass die Benzinpreise wegen der dann transparenteren Wettbewerbsbedingungen sinken. In jedem Fall wäre durch die neue Regelung Schluss mit dem täglichen Hochschaukeln der Benzinpreise an den Tankstellen.

- (Foto: REUTERS, AKW Fukushima - Japan)
Pressemitteilung vom 17.03.2011
FREIE WÄHLER zu den Ereignissen in japanischen Kernkraftwerken und den Auswirkungen auf Deutschland
Aiwanger: Atomenergie ist nicht verantwortbar
Der Bundesvorsitzende der FREIEN WÄHLER Hubert Aiwanger: „Die Risiken der Atomkraft sind nicht zu beherrschen. Ein ‚Restrisiko‘ ist nie auszuschließen, deswegen darf die Politik nicht an der Atomenergie festhalten. Wir sehen vor allem die Gefahr von Flugzeugabstürzen und Terroranschlägen. Es darf für uns in Deutschland auch kein Argument für den Weiterbetrieb der Atomenergie sein, ‚dass die Länder um uns herum weiterhin auf Kernenergie setzen und deren Anlagen eventuell unsicherer sind als unsere‘. Wir müssen mit gutem Beispiel vorangehen und versuchen, auch dort die Bevölkerung und die Regierungen von der Gefährlichkeit der Atomenergie zu überzeugen. Es ist ein Frevel, mit wirtschaftlichen Aspekten zu argumentieren – bei einer derart gefährlichen Technologie. Alle 7 als veraltet eingestuften Reaktoren, wie Isar 1, sind auf alle Fälle sofort vom Netz zu nehmen, wir müssen am geplanten Ausstieg festhalten.“
„Es ist herzzerreißend, mit ansehen zu müssen, wie Menschen unter den Auswirkungen der Verstrahlung leiden. Die Opfer der Atomkatastrophe von Tschernobyl leiden noch heute unter den Folgen eines Ereignisses, das fast 25 Jahre zurückliegt, unter vielen Missgeburten und unendlichem Leid. Selbiges ist wahrscheinlich in noch größerem Ausmaß in Japan zu befürchten. Am Ende werden sich solche Unfälle weltweit auswirken, da über die Meere, die Atmosphäre und über die Nahrungskette eine Verbreitung der Radioaktivität zu befürchten ist.“
„Wir müssen alles tun, um Atomkraft durch Erneuerbare Energien ersetzen zu können. 22 Prozent Strom aus der Atomenergie in Deutschland sind bei ernsthaften Anstrengungen innerhalb der nächsten zehn Jahre durch Energieeinsparungen und den Ausbau der Erneuerbaren Energien zu ersetzen. Die Bundesregierung hat über Jahre hinweg die Bevölkerung falsch informiert, indem sie die Atomkraftwerke als ‚sicher‘ bezeichnet hat. Alle Atomkraftwerke sind daher genau unter die Lupe zu nehmen. Das gilt auch für die Zwischenlager, von denen dieselbe Gefahr ausgeht wie von den eigentlichen Atomkraftwerken. Bis dato wissen wir noch nicht einmal, wie wir den Atommüll wirklich entsorgen können. Wir FREIE WÄHLER setzen auf dezentrale Strukturen, Energiewirtschaft und Wertschöpfung in den Regionen, auf starke Stadtwerke, starke kommunale Energieerzeuger, auf Energiegewinnung vor Ort.“

- (Bild: APAB (8c) Bilder Box (Erwin Wodicka))
Pressemitteilung vom 07.03.2011
FREIE WÄHLER zum 100. Internationalen Frauentag
Claudia Jung: Altersarmut von Frauen bekämpfen
Claudia Jung, MdL und familienpolitische Sprecherin der bay. FREIE WÄHLER Landtagsfraktion, erinnert zum 100. Jubiläum des Weltfrauentags am 8. März 2011 an die Lohnungleichheit zwischen Frauen und Männern. Denn die Konsequenzen aus dieser Problematik werden bis heute nicht ausreichend bedacht.
„Es gilt vor allem, die immer noch weit auseinander klaffende Lohnlücke zwischen Frauen und Männern zu schließen. Nach wie vor verdienen laut Statistischem Bundesamt Frauen in Deutschland durchschnittlich 23 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Bei gleichwertiger Arbeit sind es immer noch etwa 13 Prozent! Weniger Einkommen bedeutet aber auch eine geringere Rente. Deshalb muss die Lohnungleichheit als eine der Hauptursachen für die ständig steigende Altersarmut bei Frauen angesehen werden“, sagte Claudia Jung anlässlich des 100. Internationalen Frauentags.
Bei der Diskussion um mehr Frauen in Chefsesseln dürfe auch nicht vergessen werden, dass die meisten Mütter wegen fehlender Kindertagesstätten und Ganztagsschulen als Teilzeitbeschäftigte oder in Minijobs arbeiten müssten – bei schlechter Bezahlung und ohne soziale Absicherung. Die familienpolitische Sprecherin der bay. FREIE WÄHLER Landtagsfraktion nimmt Politik und Tarifpartner gleichermaßen in die Pflicht und fordert sie auf, endlich für die notwendigen Rahmenbedingungen zu sorgen, die eine Vereinbarkeit von Beruf und Familie ermöglichen, und die Löhne von Frauen und Männer anzugleichen.

- (Foto: picture-alliance/dpa)
Pressemitteilung vom 06.03.2011
Bundeswehrreform ungenügend vorbereitet
Aiwanger: Es ist Gefahr in Verzug
Schnelles Handeln zur Sicherstellung der Einsatzfähigkeit der Bundeswehr fordert der Vorsitzende der FREIEN WÄHLER, Hubert Aiwanger: „Die Bundeswehr braucht pro Jahr mindestens 16 000 Freiwillige, um die Einsatzfähigkeit halbwegs gewährleisten zu können. Aus jetziger Sicht melden sich heuer weniger als 10 000. Damit ist Gefahr in Verzug. Es muss schnellstmöglich die Attraktivität des Dienstes erhöht werden, von verbesserten Weiterbildungsmaßnahmen, Bonuspunkten für ein anschließendes Studium, besserer Bezahlung, weniger Versetzungen bis hin zu Maßnahmen wie der Wiedereinführung der Möglichkeit, bei der Bundeswehr den LKW-Führerschein zu machen und im späteren Berufsleben nutzen zu können."
Aiwanger wirft der Bundesregierung vor, die Bundeswehrreform „ungenügend vorbereitet" zu haben und „jetzt planlos umherzuirren". Es sei bezeichnend, so Aiwanger weiter, wenn jetzt Anwerbekommandos durch die Schulen zögen, Werbeanzeigen in Zeitungen geschaltet würden und Fernseh- und Radiowerbung sowie die Einberufung von Ausländern geplant sei und sich trotzdem viel zu wenig junge Leute melden würden. „Es muss sichergestellt sein, dass wir auch zukünftig ausreichend qualifiziertes Personal haben, das sich auch mit der Bundesrepublik Deutschland identifiziert, sonst ist die Bundeswehrreform ein Sicherheitsrisiko.“ Das Ziel von Milliardeneinsparungen durch die Reform werde ebenfalls nicht erreicht. Es war von 8,3 Milliarden Euro bis 2014 die Rede, mittlerweile geht man sogar von Kostensteigerungen aus.
Vom bayerischen Ministerpräsidenten Seehofer fordert Aiwanger klare Aussagen dazu, was er meint, wenn er „vom Festhalten an der Reform ohne Korrekturen“ spricht: „Wie viele Soldaten meint er, welche Standorte ist er bereit zu schließen, wie viel darf die Bundeswehr der Zukunft kosten und das Allerwichtigste: was muss diese Bundeswehr überhaupt leisten können?"
Die FREIEN WÄHLER hatten in der Landtagssitzung vergangener Woche eine „kritische Überprüfung der Bundeswehrreform“ gefordert, „um die Einsatzfähigkeit sicherzustellen“. Dies war von Schwarz-Gelb abgelehnt worden. Die Diskussion der letzten Tage auch in den Spitzen der Bundeswehr geht aber mittlerweile genau in diese Richtung. Aiwanger: "Die Diskussion der letzten Tage gibt uns leider recht. Schwarz-gelb leidet an Realitätsverweigerung".

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PRESSEMITTEILUNG vom 22.02.2011
FREIE WÄHLER zu: Bundespräsident für mehr Bürgerbeteiligung
Aiwanger: „Wulff hat der CSU die Leviten gelesen“
(München) Die FREIEN WÄHLER begrüßen die Forderung von Bundespräsident Christian Wulff nach mehr Bürgerbeteiligung. Wulff hatte heute bei seiner Rede im Bayerischen Landtag festgestellt, dass auch in Bayern die Kritik an diversen Großprojekten zunimmt.
Hubert Aiwanger, der Bundesvorsitzende der FREIEN WÄHLER, sagte dazu: „Der Bundespräsident hat der CSU die Leviten gelesen. Die Forderung nach mehr Bürgerbeteiligung trifft nämlich gerade in Bayern ins Schwarze. Gerade bei Großprojekten wie dem Donau-Staustufenausbau oder der dritten Startbahn ist die Staatsregierung bisher nach dem Motto verfahren: Wer den Teich trockenlegen will, darf nicht mit den Fröschen reden. Diese Zeiten müssen nach Meinung der FREIEN WÄHLER vorbei sein. Wer zahlt, schafft an, und das ist der Steuerzahler. Deshalb müssen die Bürger bei solchen Entscheidungen frühzeitiger mit eingebunden werden, um eine Situation wie bei Stuttgart 21 zu verhindern.“

- (Foto: dpa)
Pressemitteilung vom 27.01.2011
FREIE WÄHLER zur Bundeswehr-Standortpolitik
Aiwanger wirft zu Guttenberg mangelnde Sensibilität vor
Der Bundesvorsitzende der FREIEN WÄHLER Hubert Aiwanger kritisiert den Umgang von Verteidigungsminister zu Guttenberg mit den Befürchtungen der Standortgemeinden wegen drohender Kasernenschließungen. Zu Guttenberg hatte gesagt, die Bundeswehr sei „nicht primär dazu da, Strukturpolitik zu betreiben“. Aiwanger kritisiert diese Äußerung zu Guttenbergs als „unsensibel und wenig geeignet, der Problemlage gerecht zu werden. Selbstverständlich muss bei der Frage von Standortschließungen in erster Linie auch darauf geachtet werden, wie wichtig der Bundeswehrstandort als Wirtschaftsfaktor für die Region ist. Viele strukturschwache Regionen wären massiv betroffen, wenn die Arbeitsplätze bei der Bundeswehr wegfallen und die Kommunen sich noch mit dem Problem der Nachnutzung der Liegenschaften auseinandersetzen müssen. Die Bundeswehr ist dazu da, Freiheit und Wohlstand zu verteidigen. Wenn durch eine falsche Standortpolitik bei der Bundeswehr schon im Friedensfall der Wohlstand einer Region gefährdet wird, dann wird ein Verteidigungsminister seiner Aufgabe nicht gerecht. Unser Wohlstand wird nicht nur in Kundus verteidigt, sondern auch in Amberg, Freyung und Lindenberg im Allgäu.“
Die Bundeswehr unterhält bundesweit Standorte, von denen sich viele in ländlichen Regionen befinden und für die Wirtschaft vor Ort eine wichtige Rolle spielen. Standortschließungen bedeuten häufig einen großen Kraftakt für die betroffenen Kommunen, weil leer stehende Kasernenareale einer sinnvollen Nachnutzung zugeführt werden müssen, was bisher mit Mitteln der Städtebauförderung unterstützt wurde. Diese Mittel wurden jedoch deutlich reduziert.
Pressemitteilung vom 27.01.2011
FREIE WÄHLER: wirkliche Hilfen für Missbrauchsopfer sind nur Lippenbekenntnisse der etablierten Parteien
Im Verfassungsausschuss des Bayerischen Landtags stand heute der Antrag der FREIEN WÄHLER zum modifizierten Täter-Opfer-Ausgleich auf der Tagesordnung. Die Fraktion wollte damit Missbrauchsopfern von Sexualdelikten eine Möglichkeit geben, die an ihnen begangenen Verbrechen aufzuarbeiten. Auch sollte dadurch die Verjährungsproblematik entschärft werden. Meistens seien derartige Taten straf- und zivilrechtlich schon verjährt, weil gerade Kinder oft erst nach vielen Jahren im Erwachsenenalter über das Geschehene sprechen könnten. Zwar sei die Absicht der FREIEN WÄHLER, die bisher äußerst ungünstige Situation von Missbrauchsopfern durch diesen Antrag zu verbessern, nachvollzogen worden, so die FREIEN WÄHLER verärgert: „Leider konnten sich die anderen Fraktionen jedoch nicht dazu durchringen, dem Antrag zuzustimmen. Stattdessen wurden einmal mehr juristische Spitzfindigkeiten ausgetauscht.“
Die FREIEN WÄHLER bedauern, dass die Opfer weiterhin mit leeren Händen dastünden, weil die meisten Taten nach derzeitiger Rechtslage schon verjährt seien. Dennoch appellieren die FREIEN WÄHLER an alle Fraktionen, die auch in der Bundespolitik vertreten sind, sich für Verbesserungen einzusetzen: „Es wäre schön, wenn wir durch diesen Antrag eine Diskussion anstoßen könnten, die auf Bundesebene weitergeführt wird. Mit bloßen Lippenbekenntnissen ist den Opfern nicht geholfen!“

- (Foto: photothek.net)
Pressemitteilung vom 10.01.2011
FREIE WÄHLER zu angekündigten Strompreiserhöhungen durch EON
Aiwanger: „Rekommunalisierung der Stromversorgung anstreben“
Vor dem Hintergrund der angekündigten deutlichen Strompreiserhöhung durch EON zum 1. März fordert der Bundesvorsitzende der FREIEN WÄHLER Hubert Aiwanger die Regierung auf, „gemeinsam mit den Kommunen eine Strategie zu entwickeln, wie die Stromversorgung wieder stärker in die öffentlichen Hand kommt. Wir dürfen uns nicht länger von Energieriesen abzocken lassen.“
Die FREIEN WÄHLER kritisieren, dass die Kommunen von der Politik in Land und Bund im Stich gelassen werden, wenn sie beispielsweise versuchen, Stromnetze von den Energieversorgern zu übernehmen, um den Bürgern kostengünstiger Strom anbieten zu können. Die Behauptung der Energieversorger, dass die Einspeisevergütung in Höhe von rund 4 Cent für erneuerbare Energien Schuld an den Preiserhöhungen seien, lassen die FREIEN WÄHLER nicht gelten: „Die Preise an der Strombörse in Leipzig sinken seit Jahren deutlich und werden nicht an die Kunden weitergegeben.“

- (Foto: dpa)
Pressemitteilung vom 09.01.2011
Zum Dioxinskandal
FREIE WÄHLER kritisieren Versagen staatlicher Stellen
In Zusammenhang mit der offensichtlich absichtlichen Beimischung dioxinverseuchter Futtermittelkomponenten werfen die FREIEN WÄHLER den staatlichen Stellen Versagen vor: „Es ist nicht entschuldbar, wenn sich staatliche Kontrolleure darauf verlassen, dass sich die Betriebe selbst kontrollieren und die Möglichkeit haben, über ein knappes Jahr überhöhte Testergebnisse zu verschweigen. Betrüger haben damit leichtes Spiel. Staatliche Kontrolleure müssen die Proben in engeren Zeitabständen selbst ziehen und untersuchen lassen.“
Der Bundesvorsitzende der FREIEN WÄHLER Hubert Aiwanger sieht „aufgrund des Versagens staatlicher Stellen den Staat in der Pflicht die geschädigten Landwirte zu entschädigen, sofern die Eigenmittel der Futtermittelpanscher nicht ausreichen. Frau Aigner muss das Versteckspiel sofort beenden. Es kann nicht sein, dass Landwirte und Verbraucher in trauriger Regelmäßigkeit von Betrügern ruiniert und vergiftet werden und der Staat schaut Schulter zuckend zu. Als erstes müssen die Verantwortlichen Panscher sofort festgenommen und mit einem lebenslangen Tätigkeitsverbot in der Lebensmittelbranche belegt werden. Ihr Eigentum muss zur Abdeckung der Schäden herangezogen werden. Weiterhin muss der Staat die Kontrollen der gefütterten Tierbestände organisieren und bezahlen, nicht die Landwirte. Und schließlich brauchen wir einen Politikwechsel in der Landwirtschaft und Ernährungsbranche. Bäuerliche und mittelständische Betriebe müssen gezielt erhalten werden, der Wechsel hin zur Agrarindustrie ist in vielen Fällen Ursache von großangelegten Lebensmittelskandalen. Der kleine Dorfmetzger wurde zu Tode reglementiert, die großen Betrüger werden immer mächtiger.“

- (Bild: Bundeszentrale für politische Bildung)
PRESSEMITTEILUNG vom 03.01.2011:
FREIE WÄHLER zu: Korrekturen am Länderfinanzausgleich
Aiwanger: „Länderfinanzausgleich mit Fingerspitzengefühl weiterentwickeln – Leistungsanreize stärken“
Angesichts der aktuellen Debatte um eine Neuordnung des Länderfinanzausgleichs fordert der Bundesvorsitzende der FREIEN WÄHLER Hubert Aiwanger eine Weiterentwicklung des Länderfinanzausgleichs mit Fingerspitzengefühl: „Leistungsanreize – insbesondere bei eigenen Steuereinnahmen der Länder – müssen gestärkt werden. Wenn ein Land fast alle Steuermehreinnahmen abführen muss, wird es sich kein Bein ausreißen, diese auch zu erreichen. Das jetzige System erzieht streckenweise zur Unvernunft.“
Hubert Aiwanger warnte die drei Hauptgeberländer Bayern, Baden-Württemberg und Hessen aber davor, sich durch die Diskussion kurzfristig zu viel zu erhoffen und bei der eigenen Bevölkerung Erwartungen zu wecken, zumal das jetzige System bis 2019 festgezurrt sei. Zu schroffes Auftreten könne auch leicht als Wahlkampfgetöse und Ablenken von eigenen Fehlern gewertet werden, sagte Aiwanger mit Blick auf die anstehenden Landtagswahlen in Baden-Württemberg und das Landesbankdesaster in Bayern. „Der Länderfinanzausgleich von Bayern nach Kärnten und von Bayern in die USA hat am meisten weh getan“, so Aiwanger mit Hinweis auf die Milliardenverluste beim Kauf der HGAA und der US-Immobilienkredite.







