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Pressemitteilungen 2010

- (Foto: dpa)
Pressemitteilung vom 21.07.2010
Blechlawinen auf Deutschlands Autobahnen rufen FREIE WÄHLER auf den Plan
Staus durch effektives Baustellenmanagement verringern
Die FREIEN WÄHLER fordern, dass Autobahnbaustellen schneller abgewickelt werden. Dafür müsse man vor allem die Arbeitszeit an Baustellen verlängern, die laut ADAC derzeit bei nur 55 Stunden pro Woche liege. Dadurch würden jahrelange Dauerbaustellen mit entsprechenden Verkehrsbehinderungen vermieden. „Staus kosten der Volkswirtschaft Milliardenbeträge und sind eine Zumutung für die Verkehrsteilnehmer. Es ist Aufgabe der Politik, durch effektives Baustellenmanagement die Dauer der Baustellen auf ein Minimum zu begrenzen. Es muss unser Bestreben sein, den derzeitigen Flickenteppich mit unzähligen Baustellen wieder zu einem leistungsfähigen Straßennetz zu entwickeln.“

- (Foto: dpa, Plakat: FREIE WÄHLER Hamburg)
Pressemitteilung vom 19.07.2010
Wiegand: zum Beust-Rücktritt und Volksentscheid über die Schulreform
Nach Desaster für die Bürgerschaft: FREIE WÄHLER gegen sofortige Neuwahlen
(Hamburg) Die unabhängige Bürgervereinigung FREIE WÄHLER Hamburg hat einen Tag nach dem erfolgreichen Volksentscheid gegen die Schulreform bekräftigt, sich als neue politische Kraft aus der Mitte der Bevölkerung heraus aufzustellen.
"Die unselige Allparteienkoalition aus CDU, GRÜNEN, SPD und LINKEN gegen die Mehrheit in der Stadt hat sich in der Schulpolitik als unfähig erwiesen, die Wünsche der Menschen wahrzunehmen," erklärt Landesvorsitzender Wolf Achim Wiegand.
Wiegand kündigt an, den Aufbau der FREIEN WÄHLER Hamburg "mit aller Ruhe" fortzusetzen. Mehr über Pläne, Programm und Personen werde das Bürgerbündnis "zu gegebener Zeit" bekanntgeben.
Zugleich sprachen sich die FREIEN WÄHLER Hamburg gegen den Vorschlag der SPD-Opposition aus, nach dem Rücktritt des Ersten Bürgermeisters Ole von Beust Neuwahlen auszurufen. Offensichtlich könne Landeschef Olaf Scholz es nicht abwarten, zum Bürgermeisterkandidaten ausgerufen zu werden.
Anstatt über Karrieren und Postenverteilung nachzudenken ist es nach Auffassung der FREIEN WÄHLER besser, der schwarzgrüne Senat würde sich jetzt umgehend ans Aufräumen der selbstangerichteten Trümmer machen. "Wir FREIEN WÄHLER verlangen von den Senatorinnen und Senatoren, vor der nächsten Wahl in Hamburg geordnete Verhältnisse zu schaffen - warum sollen die anderen die Suppe auslöffeln müssen?" fragt Wiegand. "Abtauchen und neu wählen lassen - das ist Flucht aus der Verantwortung!
Sollten die Hamburger Regierungsparteien CDU und GAL es jedoch dem Ersten Bürgermeister nachmachen wollen, würden die FREIEN WÄHLER alles daransetzen, den Hamburgerinnen und Hamburgern eine "Alternative für einen wirklichen Politikwechsel" anzubieten: unabhängig, sachbezogen, bürgernah.
"Wir FREIEN WÄHLER sind als Stimme der Bürgervernunft bereit ins Rathaus einzuziehen. Wir wollen, dass Hamburg wieder geordnete Finanzen bekommt, teure Prestigeprojekte beendet werden und ideologische Machtspielchen aufhören. Wir FREIEN WÄHLER stehen für eine sachbezogene Politik aus der Mitte der Gesellschaft heraus!"

- (Foto: dpa)
Pressemitteilung vom 18.07.2010
Aiwanger: Zum Konflikt Hausärzte-Bundesregierung wegen der Hausarztverträge:
Der Bundesvorsitzende der FREIEN WÄHLER Hubert Aiwanger: „Die Hausärzte dürfen sich von der Koalition nicht einlullen lassen. Das Fernziel von Schwarz-Gelb ist die börsennotierte Gesundheitsindustrie, und da stehen die Hausärzte genauso im Weg wie ein Indianerstamm, wenn Bodenschätze ausgebeutet werden sollen.“

- (Foto: dpa)
Pressemitteilung vom 18.07.2010
Aiwanger: Zu steigenden Nahrungsmittelpreisen wegen hitzebedingter Ernteausfälle:
Hubert Aiwanger, Bundes- und Fraktionsvorsitzender der FREIEN WÄHLER: „Die Politik kann das Wetter nicht machen, aber sie kann die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen anders setzen. Die marktbeherrschenden Strukturen des Lebensmittelhandels und der Schlachthofbranche müssen kartellrechtlich aufgebrochen werden, um wieder faire Marktpreise für die Erzeuger zu erreichen. Es ist außerdem Betrug, wenn Preissteigerungen für Lebensmittel mit einer geringeren Ernte begründet werden, da ja die Preise für die Rohstoffe, z.B. für Getreide, nur wenige Prozent des Endproduktpreises ausmachen.“

- (Foto: dpa)
Pressemitteilung vom 16.07.2010
Landesvorsitzender FREIE WÄHLER Hamburg Wolf Achim Wiegand:
Zum Rücktritt der Hamburger Bischöfin Maria Jepsen
Der Rücktritt der Hamburger Bischöfin Maria Jepsen ist kein Grund zum Jubeln. Zeigt er doch, dass etwas bei den Eliten unserer stolzen Freien und Hansestadt nicht stimmt:
- Erst stolperte der Bürgerschaftspräsident über eine Schneeschippaffäre.
- Dann trat der Finanzsenator wegen notorisch leerer Kassen zurück.
- Bei seinem Nachfolger taucht die Polizei zu einer Razzia auf, der Fall ist noch ungeklärt.
Nun tritt die Chefin der größten Glaubensgemeinschaft ab. Und vermutlich in wenigen Tagen auch der Erste Bürgermeister. Er, Ole von Beust, war es, der vor einiger Zeit behauptete: "Ich finde, dass einige derjenigen, die sich für die Elite halten, ihrer Verantwortung nicht gerecht werden." Beust richtete diese Kritik an die falsche Adresse. An Bürger nämlich, die sich das Recht herausnehmen, im Rahmen der hamburgischen Verfassung per Volksentscheid die Politik zu korrigieren.
Wir FREIE WÄHLER stellen fest: das zunehmende Verlangen der Menschen nach Bürgerbeteiligung zeigt, dass die Hamburgerinnen und Hamburger kein Vertrauen mehr in die Eliten ihrer schönen Stadt haben. Auch Bischöfin Jepsen gehört zu dieser Elite. Sie hat - spät - erkannt: "Meine Glaubwürdigkeit wird angezweifelt." Mit diesen Worten könnte auch Ole von Beust seinen Abschied einreichen. Vielleicht ist es bald soweit.

- (Foto: ap)
Pressemitteilung vom 14.07.2010
FREIE WÄHLER zu gesundheitlichen Folgen von Mobilfunkstrahlen
Grenzwerte müssen gesenkt werden
Die FREIEN WÄHLER fordern einen besseren Schutz der Bürger vor Mobilfunkstrahlen. „Die in Deutschland gültigen Grenzwerte wurden 1952 unter politischen Aspekten festgelegt und seitdem nicht mehr aktualisiert. In der Zwischenzeit haben sich viele neue wissenschaftliche und gesundheitliche Erkenntnisse ergeben, die endlich berücksichtigt werden müssen“, betonen die FREIEN WÄHLER. In Frankreich werde momentan in einem Pilotprojekt eine Mobilfunkstrahlung getestet, deren Stärke nur einem Hundertstel des deutschen Grenzwertes entspreche. Die FREIEN WÄHLER schlagen vor, diesen Modellversuch, bei dem mit vielen kleinen Senderanlagen anstelle von Antennen mit konzentrierter Richtstrahlung gearbeitet wird, auch in Deutschland zu prüfen.
Die FREIEN WÄHLER appellieren an die Regierung, dem Gesundheitsschutz im Bereich der Belastung durch Mobilfunkstrahlung mehr Bedeutung als bisher beizumessen. Ohne Panik zu verbreiten, müssten die Ängste der Bevölkerung ernst genommen werden. Es fehlten noch immer Langzeitstudien zu den Folgen elektromagnetischer Strahlung. „Die Telekommunikationsindustrie wird niemals den ersten Schritt gehen. Hier muss die Politik den nötigen Anstoß geben.“

- (Bild: Fotowettbewerb-hispeed.ch)
Pressemitteilung vom 14.07.2010
FREIE WÄHLER über die Versteigerung längerer Laufzeiten für Atomkraftwerke
Aiwanger: Wertschöpfung der Energiebranche in den Kommunen belassen
Der Bundesvorsitzende der FREIEN WÄHLER Hubert Aiwanger sagte, das Ziel jeder Besteuerung der Atomenergiebranche müsse eine ordentliche Gewinnabschöpfung sein, um die exorbitant hohen Endlagerkosten des Atommülls abzudecken und einen weiteren, strukturierten und zielgerichteten Ausbau der erneuerbaren Energien zu finanzieren. „Die diskutierte Versteigerung von Lizenzen für längere Laufzeiten ist ein fadenscheiniger Versuch der Koalition, den AKW-Weiterbetrieb in der Öffentlichkeit nachträglich zu legitimieren. Angesichts der zementierten Monopolstrukturen der Atomenergiebranche ist davon auszugehen, dass diese Großkonzerne sich nicht in Grund und Boden steigern, sondern die Laufzeitverlängerung von Schwarz-Gelb für ein Butterbrot erhalten werden – mit dem unerwünschten Nebeneffekt, dass diese zusätzlichen Kosten wieder auf den Stromkunden abgewälzt werden.
Die FREIEN WÄHLER kritisieren die „äußerst vielstimmige Diskussion innerhalb der Regierung, angefangen mit der Brennelementesteuer bis hin zur Versteigerung von Lizenzen für den vorläufigen Weiterbetrieb von Atomkraftwerken. Fakt ist, dass sich die Strompreise in Deutschland zu einem Wettbewerbsnachteil für die heimische Industrie und zu einem zunehmenden Kostenfaktor für Privatleute entwickeln. Warum gibt die Regierung nicht endlich zu, dass wir in Deutschland europaweit an der Spitze der teuren Strompreise liegen?“ Die Antwort liefert Aiwanger gleich mit: „Weil wir noch immer nicht auf regionale Energiekonzepte über den Betrieb kommunaler Stadtwerke setzen, wie sie bis in die späten neunziger Jahre hinein selbstverständlich waren. Wir müssen endlich dafür sorgen, dass die Wertschöpfung der Energiebranche wieder in den Regionen verbleibt und nicht als Shareholder Value Konzernbilanzen aufhübscht.“

- (Bild: Wiedenroth-Karikatur)

- (Bild: Zeichner Heiko Sakurai, Bundesamt für Zivildienst)
Pressemitteilung vom 12.07.2010
FREIE WÄHLER zum Thema: „Verkürzung von Wehr- und Zivildienst – Auswirkungen auf die Sozialsysteme“
Aiwanger: Verkürzung führt zum Sozialabbau
Die Verkürzung des Wehr- und Zivildienstes auf sechs Monate zieht nach Ansicht von Hubert Aiwanger, Bundesvorsitzender der FREIEN WÄHLER, negative Auswirkungen im Sozialbereich nach sich: „Viele Stellen im Alten- und Pflegebereich fallen ersatzlos weg, weil hauptamtliche Kräfte für viele Tätigkeiten nicht finanzierbar sind. Gerade die Leistungen, die durch Zivildienstleistende zusätzlich eingebracht wurden und das Dasein vieler Pflegebedürftiger menschlicher gemacht haben, fallen der Einsparung zum Opfer. Auch Wohlfahrtsverbände, Caritas, Rotes Kreuz usw. leiden unter der Ausdünnung der Personaldecke, die kurzen Dienstzeiten rentieren sich vielfach nicht mehr, wenn die Hälfte der Dienstzeit aus Anlernzeit besteht. Auf die Kommunen als Träger vieler Sozialeinrichtungen kommen steigende Kosten zu, auf die Bürger Leistungseinschränkungen. Es ist ein teures Sparen. Der Bund spart 180 Millionen Euro pro Jahr für die verkürzte Zivildienstzeit, die Folgekosten für Bürger, Kommunen und Sozialverbände sind deutlich höher.
Auch die Bundeswehr ist von der Dienstzeitverkürzung alles andere als begeistert, der Weg zur sicherlich nicht billigeren und auch nicht besseren Berufsarmee ist angedeutet. Wir brauchen schnellstmöglich eine gesamtgesellschaftliche Debatte zum Wehr- und Zivildienst in Deutschland – bezüglich eines allgemeinen verpflichtenden sozialen Jahres, welches man dann wahlweise bei Bundeswehr oder im Sozialbereich ableisten kann, darf es angesichts der gesellschaftlichen Herausforderungen kein Denkverbot geben.“

- (Foto: unbekannt)
Pressemitteilung vom 09.07.2010
Nationales Stipendienprogramm
FREIE WÄHLER: Nicht nur Eliten fördern
Die FREIEN WÄHLER kritisieren, dass das vom Bundesrat gebilligte nationale Elite-Stipendienmodell sehr einseitig nur auf Leistung setzt. Auch soziale Komponenten müssten Berücksichtigung finden. Das von Union und FDP im Bundesrat durchgesetzte Stipendienprogramm ist unausgegoren und sozial ungerecht. So sei die Förderung beispielsweise völlig unabhängig vom Einkommen der Eltern. Außerdem sei es zweifelhaft, ob die Hochschulen genügend Geld von privaten Spendern und der Wirtschaft eintreiben könnten. Es ist an der Zeit, über eine völlige Neukonzeption der Stipendienprogramme, wie etwa eine Entkopplung der Stipendien von politischen Stiftungen, nachzudenken.
In diesem Zusammenhang sei es bedauerlich, dass der Bundesrat der geplanten Bafög-Erhöhung nicht zugestimmt hat. Ein kleinkarierter Streit zwischen Bund und Ländern hat eine Einigung verhindert. Im Interesse der Studierenden muss dieser Zwist nun schnell beigelegt werden.
Die FREIEN WÄHLER fordern andere Wege in der Hochschulpolitik, vor allem die Abschaffung der Studiengebühren für das Erststudium, welche in den meisten Bundesländern erhoben werden. Der Bundesvorsitzende der FREIEN WÄHLER Hubert Aiwanger erklärt: „Es ist unsinnig, die Studenten erst über Studiengebühren abzukassieren und dann wieder Programme aufzulegen, um sie finanziell zu unterstützen. Viel Bürokratie, wenig Sinn.“

- (Fotos v. l.: David McAllister, der neue Ministerpräsident von Niedersachsen und Arno Ulrichs, Landesvorsitzender der FREIEN WÄHLER Niedersachsen)
Pressemitteilung vom 05.07.2010
FREIE WÄHLER Niedersachsen wollen kommunalfreundlichere Landespolitik
„Neuer Ministerpräsident soll neue Akzente setzen“
Nachdem Wulff von der Leine gelassen wurde und an die Spree wechseln durfte, erwarten die FREIEN WÄHLER Niedersachsen nach der Wahl von David McAllister zum neuen Ministerpräsidenten eine deutliche Veränderung in der Landespolitik.
Der „jahrelange Schatten Wulffs“ habe es nun in der Hand, das Vertrauen der Bevölkerung und der Kommunen in die Landespolitik wieder herzustellen. Die Landespolitik dürfe nicht in erster Linie nach parteitaktischen Gesichtspunkten ausgerichtet werden.
„Mit David McAllister hat die CDU jemanden, der nicht nur in Festzelten, sondern auch im Parlament unterhalten kann. Das ist seine Stärke, aber wir wollen nicht nur Show, sondern fachliche Inhalte und vor allem eine für die Kommunen verlässliche und partnerschaftliche Führung des Landes Niedersachsen“, fasst Landesvorsitzender Arno Ulrichs die Erwartungen der FREIEN WÄHLER zusammen. Zuletzt habe die Landespolitik mit dem Beschluss des Landtages für einen 50 Millionen Euro teuren Neubau des Plenargebäudes und mit der auch mit den Stimmen der SPD beschlossenen Diätenerhöhungen der Bevölkerung regelrecht vor den Kopf geschlagen.
Insbesondere erwarten die FREIEN WÄHLER Niedersachsen vom neuen Ministerpräsidenten eine Sicherung der Kommunen durch eine angemessene finanzielle Ausstattung, aber auch durch rechtliche Entscheidungsfreiheit. Dazu gehöre auch eine Konsolidierung der Finanzen, die jedoch nicht zu Lasten der Kommunen gehen dürfe.
Ein deutliches Zeichen für eine Neupositionierung in der Landespolitik könne der neue Ministerpräsident mit der Rücknahme des Beschlusses über den Landtagsneubau setzen, betonen die FREIEN WÄHLER, die weiter Unterschriften für das Volksbegehren gegen den Landtagsneubau sammeln.

- (Bild: unbekannt)
Pressemitteilung vom 04.07.2010
FREIE WÄHLER zur geplanten Anhebung der Krankenkassenbeiträge von 14,9 Prozent auf 15,5 Prozent
Aiwanger: Anhebung schadet der Wirtschaft – Strukturwechsel dringend nötig
Die drohende Anhebung der Krankenkassenbeiträge von 14,9 Prozent auf 15,5 Prozent ist nach Ansicht der FREIEN WÄHLER „Sand ins Getriebe der Wirtschaft“, aber gleichzeitig „logische Folge des falschen Gesundheitssystems.“ Der Bundesvorsitzende der FREIEN WÄHLER, Hubert Aiwanger, fordert, gemäß dem Konzept der „Sozialen Gesundheitsversicherung“ der FREIEN WÄHLER, alle Einkommensarten, also auch Kapitalerträge, Mieten etc. zur Finanzierung der Gesundheitskosten heranzuziehen, um so die ständig steigende einseitige Belastung des Faktors Arbeit zu beenden.
Weiter fordern die FREIEN WÄHLER, versicherungsfremde Leistungen wie diverse Prämien- und Bonusmodelle aus dem Katalog der Krankenkassen zu streichen. Diese gelten als Preistreiber und umfassen knapp 40 Milliarden Euro von ca. 180 Milliarden Euro des Gesamtbudgets pro Jahr. Außerdem müssten auch die Privatversicherten ins Gesamtsystem einbezogen werden, um dadurch einen sozialen Ausgleich zu schaffen. Durch Offenlegung der Rechnungen nach dem Vorbild der Privatversicherten solle zudem mehr Transparenz auch für die gesetzlich Versicherten geschaffen werden. „Im jetzigen Gesundheitssystem hat die Politik einen Fieberkranken dadurch behandelt, dass man die Temperaturanzeige am Fieberthermometer manipuliert hat. Wir müssen endlich zugeben, dass wir so nicht weitermachen können und das System von Grund auf umstrukturieren. Dafür fehlt aber Schwarz-Gelb die Kraft und der Mut“, so Hubert Aiwanger abschließend.

Pressemitteilung vom 01.07.2010
Rückblick auf die gestrige Bundespräsidentenwahl
Aiwanger: Entwürdigendes Schauspiel durch Schwarz-Gelb
(München) Rückblickend auf die gestrige Bundespräsidentenwahl zeigt sich Hubert Aiwanger, Bundesvorsitzender der FREIEN WÄHLER, weiter empört über das „entwürdigende Schauspiel, das Schwarz-Gelb bei der Bundesversammlung abgezogen hat. Sie haben die Würde des Bundespräsidentenamtes nachhaltig beschädigt. Aus parteitaktischen Gründen wurden Merkel und Wulff am Nasenring vorgeführt. Erst beim dritten Wahlgang haben die schwarz-gelben Wahlmänner und –frauen Wulff bestätigt, um quasi allen zu zeigen, wo der Hammer hängt. Damit sehe ich die Forderung der FREIEN WÄHLER erneut bestätigt, dass es dringend geboten ist, den Bundespräsidenten direkt vom Volk wählen zu lassen. Wir brauchen einen Bürgerpräsidenten, keinen Spielball von Parteistrategen.“
Das Verhalten der Linkspartei bewertet Aiwanger als „Schlag ins Gesicht derjenigen, die für den Mauerfall auf die Straße gegangen sind und Stasi-Zentralen gestürmt haben. Hätte die Bevölkerung in den neuen Bundesländern den Präsidenten direkt wählen können, hätte es mich sehr gewundert, wenn sie Gauck als nicht wählbar angesehen hätte, wie es die Linkspartei gemacht hat. Damit stellt sich die Linke neben die Gesellschaft und beweist, dass es nur Makulatur ist, wenn sie als Interessenvertreter der Menschen in den neuen Bundesländern auftreten. Die Erfahrung der gestrigen Bundesversammlung hat gezeigt, dass wir so nicht weitermachen können.“

- (Foto: ddp)
Pressemitteilung vom 30.06.2010
FREIE WÄHLER zur Wahl von Christian Wulff zum Bundespräsidenten
Aiwanger: Wir wünschen Wulff viel Rückgrat
(Berlin) Nach der Wahl von Christian Wulff zum neuen Bundespräsidenten, welche erst im dritten Wahlgang nach einer stundenlangen Zitterpartie gelang, sieht der Bundesvorsitzende der FREIEN WÄHLER, Hubert Aiwanger, den neuen Bundespräsidenten momentan auf dünnem Eis.
„Er hat viele Leute im schwarz-gelben Lager, die ihm den Erfolg in den ersten beiden Wahlgängen nicht gönnten oder offene Rechnungen mit Frau Merkel beglichen haben. Wenn Wulff in fünf Jahren wiedergewählt werden möchte, wird es bis dahin sehr schwer für ihn, sich zu emanzipieren und sich auch einmal kritisch zur schwarz-gelben Regierungspolitik zu äußern. Ich wünsche ihm deshalb viel Rückgrat, um sich überparteilich für die Zukunft genügend Respekt zu erarbeiten und eine glückliche Hand, um trotz schwieriger Ausgangslage die Erwartungen der Bevölkerung an einen starken Bürgerpräsidenten zu erfüllen. Herr Wulff, herzlichen Glückwunsch und alles Gute für die Zukunft.“

- (foto: ddp)
Pressemitteilung vom 30.06.2010
FREIE WÄHLER zur Schlappe von Christian Wulff im ersten Wahlgang der heutigen Bundesversammlung
Hubert Aiwanger, Bundesvorsitzender der FREIEN WÄHLER und Fraktionschef im Bayerischen Landtag:
„Wetterleuchten für den inneren Zustand von Schwarz-Gelb. Kaum zu glauben, dass es Schwarz-Gelb nicht mal schafft, die Reihen geschlossen zu halten, obwohl sie nur mit handverlesenen Parteisoldaten angetreten sind.“

- (Foto: Hubert Aiwanger rechts im Gespräch mit dem stellvertretenden Bundesvorsitzenden Dr. Christian Schmidt links)
Pressemitteilung vom 29.06.2010
FREIE WÄHLER Bayern treffen sich mit Berliner Landesverband der FREIEN WÄHLER
Aiwanger: Die Ruhe vor dem Sturm unter den Augen der Quadriga
(Berlin) Die Landtagsfraktion der FREIEN WÄHLER und ihre zehn Wahlfrauen und ‑männer für die Bundesversammlung am 30. Juni haben sich am Abend mit dem Berliner Landesverband der FREIEN WÄHLER zu einem Gedankenaustausch getroffen. Hubert Aiwanger, Bundesvorsitzender und Vorsitzender der FREIEN WÄHLER Bayern, sagte, der harmonische Abend sei „die Ruhe vor dem Sturm“ gewesen. „Wir haben uns die möglichen Szenarien für den Verlauf der morgigen Bundesversammlung noch einmal durch den Kopf gehen lassen und kommen dabei zu verschiedenen Einschätzungen. Vorherrschend ist die Überzeugung, dass der Kandidat von Union und FDP, Christian Wulff, vermutlich bereits im ersten Wahlgang zum Bundespräsidenten gewählt werden könnte.
Dr. Christian Schmidt, stellvertretender Bundesvorsitzender und Landesgeschäftsführer der FREIEN WÄHLER Berlin, freut sich über die neu geknüpften Kontakte: „Für uns sind neue Impulse aus erfolgreichen anderen Landesverbänden sehr wichtig – wie zum Beispiel von den FREIEN WÄHLER Bayern, die es bereits in den Landtag geschafft haben. Wir haben erkannt, dass es dazu eines langen Atems bedarf und dass wir unsere sach- und bürgerorientierte Politik in Berlin nicht nur auf Landesebene, sondern vor allem in die Bezirke bringen müssen. Denn die eigentliche Rückkopplung kommt immer vom Wähler vor Ort – in Berlin genau so wie in Bayern. Nur auf diese Weise werden wir langfristig erfolgreich sein.“

- (Bild: iqtest.schulkreis.de/theory.php)
Pressemitteilung vom 28.06.2010
FREIE WÄHLER zur Forderung von Unions-Politikern nach Intelligenztests für Einwanderer
Aiwanger: Potential der einheimischen Bevölkerung besser ausschöpfen
Der Bundesvorsitzende der FREIEN WÄHLER, Hubert Aiwanger, sieht die Diskussion um „Intelligenztests für Einwanderer“ als „Scheindebatte und Sommerlochfüller.“ Anstatt Scheindebatten zu führen sei es wichtiger, das Potential der einheimischen Bevölkerung – mit oder ohne Migrationshintergrund – besser auszuschöpfen. Hierzu seien deutlich mehr Anstrengungen in der frühkindlichen Betreuung und in der Bildungspolitik nötig. „Wir werden auch durch noch so intelligente Zuwanderung nicht ausgleichen können, was wir hierzulande versäumen“, so Aiwanger.

- (Foto aus spiegel.de)
Pressemitteilung vom 23.06.2010
Bundespräsidentschaftskandidat Joachim Gauck stellt sich den FREIEN WÄHLERN vor
Aiwanger:
Ein geradliniger und geerdeter Mann
Joachim Gauck, Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten, hat sich heute im Bayerischen Landtag den Fragen der FREIEN WÄHLER gestellt.
Gauck sagte, er sei zur Zeit der politischen Wende in der DDR über die Bürgerbewegung „Neues Forum“ in die Politik gekommen, um die DDR-Regierung zu einem Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern zu führen. Schon vor diesem Hintergrund sei ihm die Struktur der FREIEN WÄHLER sehr sympathisch. Auch ihr politisches Engagement gründe auf bürgerschaftlichem Denken, schließlich kämen die Mandatsträger der FREIEN WÄHLER aus den Kommunen. Auch sie wollten Bürger in den Dialog mit der Regierung bringen und täten dies inzwischen erfreulicherweise bereits auf Landtagsebene.
Gauck äußerte sich auch zur Forderung der FREIEN WÄHLER nach einer künftigen Direktwahl des Bundespräsidenten durch das Volk. Er finde die Forderung durchaus diskussionswürdig, zumal sich in jüngsten Meinungsumfragen eine stattliche Mehrheit der Deutschen für die Direktwahl des Bundespräsidenten ausspreche. Hier könne Deutschland auf die Erfahrungen Österreichs zurückgreifen, wo der Bundespräsident bereits seit 1950 von allen Bürgerinnen und Bürgern direkt gewählt werde. Auf Nachfrage bekannte Gauck ferner, die immer schwerwiegenderen kommunalen Haushaltsdefizite empfände er als geradezu bedrückend. Die Kommunen müssten in die Lage versetzt werden, ihre gesetzlich vorgegebenen Aufgaben zu erfüllen und die kommunalen Strukturen gestärkt werden. Die gesamte Gesellschaft sei aufgefordert, hier rasch zu handeln.
Der Bundes- und Fraktionschef der FREIEN WÄHLER, Hubert Aiwanger, sagte nach dem Treffen, er sehe sich in seiner bisherigen Positionierung für Gauck bestätigt. „Ich habe den Eindruck, dass eine deutliche Mehrheit der Wahlfrauen und Wahlmänner der FREIEN WÄHLER derzeit zu Gauck stehen. Abgerundet wird unser Meinungsbildungsprozess am kommenden Samstag, wenn wir in Nürnberg den anderen Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten, Christian Wulff, zu einem Meinungsaustausch empfangen.“ Anschließend könne jede Wahlfrau und jeder Wahlmann frei entscheiden, für welchen der Kandidaten er am 30. Juni in der Bundesversammlung stimmen wolle. Aiwanger: „Alle unsere Delegierten sind aufgefordert, nach bestem Wissen und Gewissen zu entscheiden.“

Der FREIE WÄHLER - Bundesvorsitzende Hubert Aiwanger im Gespräch mit dem Bundespräsidentschaftskandidaten Joachim Gauck im Maximilianeum, München

- (Foto: Bundesarchiv)
Pressemitteilung vom 17.06.2010
Zum Gedenken an den 17. Juni 1953
Aiwanger: Signal für freie Bürgergesellschaft
Aus Anlass des Gedenkens an den 17. Juni 1953 würdigt Hubert Aiwanger, Bundesvorsitzender der FREIEN WÄHLER, den Mut der Menschen vom Volksaufstand in der ehemaligen DDR, für mehr Demokratie und Menschenrechte Gesundheit und Leben aufs Spiel gesetzt zu haben. Auch heutzutage könne der 17. Juni als Signal für eine freie Bürgergesellschaft, gegen Fremdbestimmen und Obrigkeitsstaat gesehen werden, so Aiwanger weiter. Die Menschen seien immer wieder aufgerufen, sich für überschaubare politische Strukturen einzusetzen, die ein Mitwirken für die Bevölkerung möglich machen, und gegen globale Einflussgrößen aufzutreten, die Bürger und Gesellschaft entmündigten. Zivilcourage anstatt Wegducken seien mehr denn je gefragt.

- (Foto: unbekannt)
Pressemitteilung vom 17.06.2010
Zur gestern vom Bundestag und Bundesrat beschlossenen Einrichtung einer Arbeitsgruppe „Solarkürzung“
FREIE WÄHLER: Kleinkariertes Denken in Bezug auf erneuerbare Energien aufgeben
Anlässlich der gestern vom Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat beschlossenen Einrichtung einer Arbeitsgruppe „Solarkürzung“ fordern die FREIEN WÄHLER mehr Mut beim Ausbau der erneuerbaren Energien. Bundesvorsitzender Hubert Aiwanger kritisiert die kleinkarierte Vorgehensweise in Bund und Land bezüglich des Ausbaus der erneuerbaren Energien: „Man geht zwei Tippelschritte voran und einen zurück. Anstatt die Perspektiven, die die erneuerbaren Energien bieten, gezielt umzusetzen. Selbst US-Präsident Barack Obama fordert jetzt angesichts der Ölpest im Golf von Mexiko ein ‚radikales Umdenken‘ in der Energiepolitik. Es ist traurig, dass es erst immer zu einer Katastrophe kommen muss, bevor sich die Politik bewegt. Tschernobyl und die aktuelle Ölpest sollten Argumente genug sein, innerhalb der nächsten 20, 30 Jahre den Umstieg auf erneuerbare Energien zu organisieren. Angesichts der Milliarden Euro an Folgekosten durch die jetzige Energiepolitik ist es nicht mehr hinnehmbar, sich wegen eines halben Cents Einspeisevergütung hin oder her und ein paar Monate längerer Beibehaltung der momentanen Förderhöhe für grünen Strom herumzuschlagen.“

- (Foto: ap Ein reifer Kolben des umstrittenen genmanipulierten Mais MON 810)
Pressemitteilung vom 07.06.2010
Mit Genmais verunreinigtes Saatgut offenbar ausgesät
FREIE WÄHLER: Unzuverlässigen Saatgutherstellern zur Not die Lizenz entziehen - Flächen unverzüglich ausfindig machen und Pflanzen vernichten
Mit Empörung reagieren die FREIEN WÄHLER auf den neuerlichen Vorfall, dass offenbar in Maissaatgut auch Anteile von genverändertem Mais enthalten waren und das Saatgut vermutlich auf mehreren hundert Hektar in mindestens fünf Bundesländern bereits zur Aussaat gekommen ist. Seit Anfang März habe das niedersächsische Landwirtschaftsministerium von der Verunreinigung des Saatguts gewusst, die Information aber erst Ende April an das dortige Umweltministerium weitergegeben. Der bekannte Saatguthersteller weigerte sich aber, die Daten der Kunden herauszugeben, an die das Saatgut ausgeliefert wurde. Dies musste erst durch Gerichtsbeschluss erzwungen werden. Seit heute ist auch das bayerische Umweltministerium damit beschäftigt, die Händler und Landwirte zu ermitteln, über welche das Saatgut auf die Felder gekommen ist.
Der Bundesvorsitzende der FREIEN WÄHLER, Hubert Aiwanger, fordert ein schärferes Vorgehen gegen den Saatguthersteller bis hin zum Lizenzentzug: "Es ist nicht das erste Mal, dass hier entweder durch Schlamperei, ich vermute aber eher, um vollendete Tatsachen zu schaffen, genverändertes Saatgut in Umlauf gebracht wird. Der Gipfel der Unverfrorenheit ist dann, wenn sich der Hersteller weigert, mit den Behörden zu kooperieren und der Staat erst durch Gerichtsbeschluss durchsetzen kann, dass man überhaupt erfährt, wo die Ware gelandet ist. Wer so mit der Öffentlichkeit, aber auch mit seinen Kunden, den Landwirten umgeht, die in gutem Vertrauen die Ware kaufen, dem muss das Handwerk gelegt werden und es ist ernsthaft zu überlegen, dieser Firma die Lizenz zu entziehen, in Deutschland Saatgut zu vertreiben. Es muss aber auch im niedersächsischen Landwirtschaftsministerium Konsequenzen geben, da es nicht sein kann, dass man zwei Monate braucht, um den Vorfall weiterzumelden. Durch rechtzeitiges Handeln hätte die Aussaat verhindert werden können." Die FREIEN WÄHLER fordern die sofortige Ermittlung der betroffenen Flächen und die Vernichtung dieser Maispflanzen, verbunden mit einer Entschädigung der Landwirte: "Man muss sich als Landwirt auf die Deklaration verlassen können, und das ist offensichtlich nicht der Fall."

- (Foto: dpa)
Pressemitteilung vom 03.06.2010
Zu viele Pestizide bei Importobst und -gemüse
FREIE WÄHLER fordern stärkere Lebensmittelkontrollen
Nach den alarmierend hohen Funden von Pestizidrückständen bei Importobst und –gemüse sprechen sich die FREIEN WÄHLER für einen besseren Verbraucherschutz aus. „Importware muss denselben Qualitätsanforderungen genügen wie Inlandsprodukte. Obst, das um die halbe Welt transportiert wurde, kann nicht ‚Bio‘ sein. Die Kontrollen in Deutschland sollten intensiviert werden, da man dies in vielen Ländern nicht nachprüfen kann“, betonen die FREIEN WÄHLER. Das betreffe aber nicht nur Gemüse und Obst, sondern beispielsweise auch Fleisch aus Südamerika oder Biofuttermittel aus der Ukraine, die erst kürzlich durch hohe Dioxinwerte in Verruf geraten waren.
Die FREIEN WÄHLER fordern außerdem, mehr auf saisonale, regionale Produkte zu setzen. „Wir müssen die Vermarktung von Lebensmitteln aus der Region stärken und eine sichere Herkunftskennzeichnung garantieren. Das stärkt das Vertrauen der Konsumenten und ist der beste Verbraucherschutz“.

- (Foto: unbekannt)
Pressemitteilung vom 31.05.2010
Zum Steuerstreit in der Koalition
Aiwanger: Gewerbesteuer darf nicht angetastet werden
Angesichts des aktuellen Steuerstreits in der schwarz-gelben Regierungskoalition warnt der Bundesvorsitzende der FREIEN WÄHLER, Hubert Aiwanger, davor, "dass die Kommunen noch mehr unter die Räder kommen. Schwarz-Gelb hat im Koalitionsvertrag angekündigt, die Abschaffung der Gewerbesteuer zu prüfen. Wir brauchen jetzt ein klares Bekenntnis, dass die Gewerbesteuer nicht angetastet wird, sonst gehen die Kommunen unter. Man hört nur von Diskussionen über Mehrwertsteuer und Krankenkassenbeiträge und davon, dass jeder Minister sein Ressort verteidigt. Niemand hat bisher seine Stimme für die Kommunen erhoben, diese haben offensichtlich bei Schwarz-Gelb keine Lobby."

- (Bild: ddp)
Pressemitteilung vom 31.05.2010
Zum Rücktritt des Bundespräsidenten
Aiwanger: Köhler hat von dieser Regierung die Nase voll
Der Rücktritt des Bundespräsidenten Horst Köhler ist nach Meinung von Hubert Aiwanger, Bundesvorsitzender der FREIEN WÄHLER, Folge einer tiefer gehenden Unzufriedenheit mit der Bundesregierung: "Die Afghanistangeschichte hat das Fass nur zum Überlaufen gebracht, Köhler sieht die deutsche Politik insgesamt in einer Sackgasse und ist es leid, ständig kritisiert zu werden, wenn er Missstände benennt. Gerade auch sein dringender Appell, dem Spekulationskapitalismus energischer die Stirn zu bieten und sich für die Belange der kleinen Leute einzusetzen, ist bisher von Schwarz-Gelb kaum gehört worden. Köhler weiß, dass die Lage in Deutschland ernster ist als es der Regierung bewusst ist. Diesen Eindruck habe ich von unserem Gespräch am 10. April mit ihm im Schloss Bellevue in Berlin mitgenommen. Ich bereue nicht, dass wir ihn zum Bundespräsidenten gewählt haben. Vielleicht ist sein Rücktritt das einzig mögliche Zeichen, um auf die Missstände in der deutschen Politik aufmerksam zu machen. Die Situation zeigt, dass die jetzige Stellung eines Bundespräsidenten als Spielball der Parteien zu schwach ist, um einer Regierung ernsthaft ins Gewissen zu reden. Deshalb fordern die FREIEN WÄHLER seit langem die Direktwahl durch das Volk, um ihn mit der nötigen Amtsautorität auszustatten."
Die FREIEN WÄHLER waren bei der Wahl Köhlers zum Bundespräsidenten am 23. Mai 2009 mit ihren 10 Stimmen "Zünglein an der Waage" und haben seine Wahl im ersten Wahlgang ermöglicht. Auch bei der Wahl des nächsten Bundespräsidenten werden die Freien Wähler aufgrund der aktuellen Mehrheitsverhältnisse in einer Bundesversammlung wieder eine entscheidende Rolle spielen.

- (Foto: upload.wikimedia.org)
Pressemitteilung vom 25.05.2010
FREIE WÄHLER zum Rücktritt des hessischen Ministerpräsidenten Koch
Aiwanger: Ein Mann mit falschem Kurs verlässt das sinkende Schiff
Der angekündigte Rücktritt von Hessens Regierungschef Koch ist nach Meinung des Bundesvorsitzenden und bayerischen Fraktionsvorsitzenden der FREIEN WÄHLER, Hubert Aiwanger, auch eine Folge davon, dass sich Koch mit seinen Vorstellungen zum Kurs der Bundesregierung nicht durchsetzen konnte.
"Gerade seine aktuellen Vorschläge, ausgerechnet bei der Bildung zu sparen, um den Bundeshaushalt zu sanieren, zeigen, dass Koch noch der Politikergeneration von gestern angehört. Insofern ist es begrüßenswert, dass er der Politik den Rücken kehrt. Leider waren Worte und Taten von Koch häufig nicht deckungsgleich und er hat den Ruf, dass er es mit der Wahrheit nicht so genau nimmt; insofern ist er auch mit Schuld an einem negativen Politikerbild. Da nun das Ansehen und die Umfragewerte von Schwarz-Gelb in den Keller gehen, verlässt er jetzt das sinkende Schiff, wobei er durchaus seinen Beitrag dazu geleistet hat, dass das Schiff ein Leck bekommen hat. Er wollte Kapitän werden, war einige Jahre heimlicher Vize im Windschatten von Merkel und geht jetzt als einer, der einen neuen, aber noch falscheren Kurs ausrufen wollte – und nicht gehört wurde."

- (foto: bild.de)
Pressemitteilung vom 19.05.2010
FREIE WÄHLER:
zur Euro-Stabilitätsdebatte
Aiwanger: Realwirtschaft darf nicht durch Spekulationswirtschaft ersetzt werden
Vor dem Hintergrund der Euro-Krise fordern die FREIEN WÄHLER harte Regeln, um einen weiteren Währungsverfall zu stoppen und das Vertrauen der Bürger in die Märkte wiederherzustellen. Die aktuelle Griechenlandhilfe von über 22 Milliarden Euro sei genau so fragwürdig wie der 750-Milliarden-Euro-Rettungsschirm, weil hier vorschnell der Steuerzahler in Geiselhaft genommen werde, ohne die Finanzbranche entsprechend zu beteiligen, so der Bundesvorsitzende der FREIEN WÄHLER Hubert Aiwanger. Hedgefonds müssten massiv beschnitten werden, Banken dürften sich zukünftig nicht mehr darauf verlassen können, dass der Steuerzahler für Fehlspekulationen einspringt. Banken müssten so aufgestellt werden, dass sie sich nicht mehr darauf berufen könnten, „systemrelevant“ zu sein.
Die Eurostabilitätskriterien müssten so verschärft werden, dass notfalls Defizitsünder, bei denen keine Aussicht auf eine ernsthafte Anstrengung zur Selbsthilfe erkennbar ist, aus der Eurozone ausgeschlossen werden könnten.
Allein der Bayerischen Staatsregierung warf Aiwanger vor, in den letzten Jahren auch in Bayern dem Spekulationskapitalismus auf Kosten der Realwirtschaft massiv Vorschub geleistet zu haben. So seien für über 20 Milliarden Euro am US-Immobilienmarkt ABS-Papiere gekauft worden, welche momentan unverkäuflich seien, während zur selben Zeit von Schulkindern Büchergeld abkassiert worden ist. Die Fraktion der FREIEN WÄHLER im bayerischen Landtag hat deshalb heute der Entlastung der bayerischen Staatsregierung zum Haushalt 2007 nicht zugestimmt. Auch die ungeklärten Vorgänge um den Kauf der früheren Landesbanktochter Hypo Group Alpe Adria (HGAA) hätten eine Entlastung nicht zugelassen: „2007 war das Jahr, in dem die Weichen für das HGAA-Debakel gestellt wurden. Hier unsere Zustimmung zu geben, hätte falsche Signale für die Zukunft gesetzt. Wir FREIEN WÄHLER setzen uns für eine nachhaltige Wirtschafts- und Finanzpolitik ein. Das schließt spekulative, risikoreiche Geschäfte, wie sie die Landesbank 2007 mit dem Wohlwollen der CSU-Regierung gemacht hat, aus.“
Bildung und Kommunalfinanzen müssten bundesweit Priorität haben, für Milliarden- oder Prestigeprojekte wie die dritte Startbahn am Flughafen München, die Elbphilharmonie in Hamburg, dem Landtagsneubau in Hannover und den Donau-Staustufenausbau sei weder Bedarf noch Geld vorhanden.

Pressemitteilung vom 09.05.2010:
FREIE WÄHLER:
Zum Wahlergebnis in Nordrhein-Westfalen
Aiwanger: Schwarz-gelb hat die Menschen enttäuscht
Das Wahlergebnis in NRW mit der Abwahl der schwarz-gelben Landesregierung ist nach den Worten des FW-Bundesvorsitzenden und Fraktionschefs der FREIEN WÄHLER im bayerischen Landtag, Hubert Aiwanger, eine Folge des massiven Vertrauensverlustes der schwarz-gelben Bundesregierung in den letzten Monaten. "Schwarz-gelb in Berlin hat die Menschen enttäuscht und dies hatte auch massive Auswirkungen auf das Wahlergebnis in Nordrhein-Westfalen. Jeder Bürger sieht mittlerweile ein, dass Steuersenkungsversprechen bei davon galoppierender Staatsverschuldung und handlungsunfähigen Kommunen unseriös sind und am Ende sogar die Währung in Gefahr bringen. Hinzu kommt der Glaubwürdigkeitsverlust der CDU in NRW, die von einer Parteispendenaffäre in die nächste gestolpert ist und damit in der Bevölkerung das Gefühl ausgelöst hat, dass der Lobbyeinfluss von Geldgebern auf die Politik mittlerweile über die Interessen der Bürger gestellt wird."
Aiwanger macht die unseriöse und bürgerferne Politik von schwarz-gelb auch dafür verantwortlich, dass die Linkspartei den Einzug in den Landtag geschafft hat. "Was die deutsche Politik dringend braucht ist ein Verbot von Konzernspenden an die Parteien, wie es die FREIEN WÄHLER fordern und eine seriöse, nachhaltige Finanzpolitik, die den Menschen die Wahrheit über das Ausmaß der Staatsverschuldung sagt, auf der anderen Seite aber auch klare Regeln, so dass nicht jede Zockerbank vom Steuerzahler saniert werden muss", so Hubert Aiwanger abschließend.

- Photovoltaikanlage in Berlin © dpa
Pressemitteilung vom 06.05.2010
FREIE WÄHLER:
Zur Kürzung der Solarförderung um 16 Prozent zum 1. Juli
Aiwanger: Klimaschutz wird torpediert
Enttäuscht, aber nicht überrascht zeigen sich die FREIEN WÄHLER in Bezug zur drohenden Kürzung der Solarförderung um 16 Prozent heute im Bundesrat. Die FREIEN WÄHLER meinen, dass die Bundesregierung einen großen Fehler begehe, wenn sie glaube, dass sich die Branche trotz der massiven Rücknahme von Fördergeldern von allein konsolidiere: „Was wir hier erleben, ist das Abwürgen einer grünen Schlüsseltechnologie, die das Potenzial gehabt hätte, die Energieversorgung zu dezentralisieren und auf erneuerbare Energien umzustellen. Statt eines klaren Signals des Vertrauens und der Nachhaltigkeit fährt Schwarz-Gelb in Berlin tausende Arbeitsplätze in Mittelstand und im Handwerk gegen die Wand.“
Hubert Aiwanger, Bundesvorsitzender der FREIEN WÄHLER, kritisiert, dass Photovoltaikanlagen auf Ackerflächen ab 1. Juli 2010 überhaupt nicht mehr gefördert werden: „Das war an passenden Standorten eine gute Nebenverdienstmöglichkeit für die Landwirte. Nun aber hat Schwarz-Gelb das wahre Gesicht gezeigt. Sie wollen die regenerativen Energien gezielt torpedieren – sie haben die gesamte Solarbranche hinters Licht geführt. Viel versprochen und nichts gehalten!“
"Bundesweit haben Gemeinden sehr viel Zeit und Kosten investiert, um Energiekonzepte zu entwickeln, die sie ein stückweit energietechnisch autark machen sollten. Etwa zwei Jahre werden benötigt, bis ein Solarpark projektiert und Baurecht geschaffen ist. Diese Pläne können nun wahrscheinlich nicht mehr umgesetzt werden, denn ohne Förderung sind diese Anlagen zumeist unwirtschaftlich. Die Gemeinden werden durch die Entscheidung indirekt in ihrer Planunghoheit beschnitten, geradezu bevormundet. Auch die dadurch angedachten, für die Gemeinden so wichtigen, zusätzlichen und vor allem langfristigen Einnahmequellen können nun nicht mehr generiert werden", so Cordula Breitenfellner, die Bundesgeschäftsführerin der FREIEN WÄHLER weiter, welche als freischaffende Architektin selber einige solche Projekte begleitet hat.

- (Bild: CLUB AKTIV - Guildo Horn)
Pressemitteilung vom 05.05.2010
FREIE WÄHLER:
Umsetzung der UN-Konvention zur Gleichstellung behinderter Menschen rasch vorantreiben
Umdenken in der Mehrheitsgesellschaft dringend erforderlich
Die FREIEN WÄHLER rufen zu einer zeitnahen und vollständigen Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen auf. Die seit dem 26. März auch für Deutschland verbindliche UN-Konvention sei für die FEIEN WÄHLER: „Ein wichtiger und bedeutender Schritt zur gleichberechtigten Teilhabe Behinderter an der Gesellschaft.“
„Die Schieflage der Finanzen darf bei der Inklusion keine Rolle spielen. Wir müssen es uns leisten wollen, Behinderte besser in das Leben und Wirken Nichtbehinderter zu integrieren – etwa durch Unterrichtung von Behinderten auch an weiterführenden Schulen. Dazu bedarf es einer Politik, welche entschlossen ist, die erforderlichen Rahmenbedingungen zu schaffen“, so die FREIEN WÄHLER weiter. Der europaweite Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung auf dem Münchner Marienplatz am heutigen Mittwoch habe gezeigt, dass die Betroffenen sehr unzufrieden mit dem bisher Erreichten seien.
Die FREIEN WÄHLER fordern außerdem, bestehende Mauern in den Köpfen einzureißen: „Wir benötigen auch ein Umdenken in der Mehrheitsgesellschaft. Wir müssen endlich akzeptieren, dass behinderte Menschen die gleichen Rechte haben wie nicht behinderte. Das sollte selbstverständlich sein und keinesfalls als falsch verstandene Mildtätigkeit gesehen werden.“

- (Statistik: Forsa-Institut)
Pressemitteilung vom 04.05.2010
Förderung erneuerbarer Energien in Privathaushalten
FREIE WÄHLER kritisieren Haushaltssperre gegen Klimaschutz
Die FREIEN WÄHLER fordern die Bundesregierung dazu auf, die Anfang dieser Woche überraschend verhängte Haushaltssperre für Förderprogramme der Nationalen Klimaschutzinitiative und für erneuerbare Energien aufzuheben. Die Sparmaßnahme umfasse etwa 115 Millionen Euro und treffe vor allem Privathaushalte, die nun keine Investitionszuschüsse mehr für Solarkollektoren, Biomasseheizungen und Wärmepumpen erhalten, kritisieren die FREIEN WÄHLER: „Die Sperre ist im Umweltschutzbereich absolut kontraproduktiv. Wir verlieren erneut Zeit, erreichen unsere Klimaschutzziele nicht rechtzeitig und vielen heimischen Unternehmen sowie Handwerksbetrieben entgehen außerdem oft überlebenswichtige Aufträge.“
Besonders ärgerlich sei, so die FREIEN WÄHLER weiter, dass die Förderprogramme für kleine Anlagen der Kraft-Wärme-Kopplung (Mini-KWK) und für Klimaschutzprojekte in Kommunen sogar rückwirkend gestoppt werden: „Damit werden die Pläne vieler Gemeinden, Energieautarkie zu erreichen, torpediert. Förderprogramme sollten kontinuierlich und vor allem berechenbar laufen, um allen Beteiligten Planungssicherheit zu garantieren.“

- (Foto: dpa)
Pressemitteilung vom 01.05.2010:
1. Mai als "Tag der Solidargemeinschaft"
Zusammenhalt der Gesellschaft als Leitbild
Mit Sorge betrachtet der Bundesvorsitzende der FREIEN WÄHLER Hubert Aiwanger die Tendenz, dass die Arbeitswelt immer mehr anonymisiert wird und sich die gesellschaftlichen Gruppen im Wirtschaftsleben immer weiter auseinander bewegen. Die Zunahme der Zeit- und Leiharbeitsverhältnisse ersetzten immer mehr die traditionellen Berufskarrieren mit langjähriger Beschäftigung im selben Unternehmen. Damit geht auch die Identifikation der Berufstätigen mit ihren Betrieben immer mehr verloren, was sich negativ auf das Arbeitsergebnis auswirkt, so Aiwanger. "Die hohe Produktivität und Qualität der deutschen Wirtschaft basiert auch stark auf der Identifikation der Beschäftigten mit ihren Unternehmen und auf der vergleichsweise geringen Streiklust. Diesen Standortvorteil dürfen die Unternehmen durch eine Kopie des angelsächsischen "anheuern und feuern" nicht leichtfertig aufs Spiel setzen." Gleichzeitig müsse sich in Zeiten von explodierenden Sozialausgaben aber auch jeder einzelne fragen, wie er sich für die Gesellschaft nützlich machen kann. Wenn bis zu 20% der jugendlichen Schulabgänger als nicht ausbildungsfähig bezeichnet werden und viele sich perspektivlos in Sozialsystemen wiederfinden, obwohl immer mehr Ausbildungsplätze unbesetzt bleiben, dann sei dies zwar auch ein Versagen der Bildungspolitik, ein Appell müsse aber auch an das persönliche Ehrgefühl der Betroffenen gehen. "Sozialsysteme können nur dann funktionieren, wenn sich jeder einzelne auch sozial verhält. Arbeitgeber und Arbeitssuchende. Der 1. Mai sollte bewusst unter das Motto der Solidargemeinschaft gestellt werden."

- (Bild oben: Tschernobyl Interinform; Bild unten: Blacksmith Institute. Am 26.April 1986, um 1:23:44 Uhr explodierte Block IV des Kernkraftwerkes. Besonders die Kinder im weiten Umfeld von Tschernobyl wurden Opfer der radioaktiven Strahlung dieses Super-GAUs)
Pressemitteilung vom 26.04.2010
Zum Jahrestag des Super-GAUs von Tschernobyl
Aiwanger: Schwarz-Gelb sabotiert die Erneuerbaren Energien
(München) Der Bundesvorsitzende der FREIEN WÄHLER, Hubert Aiwanger, hat die Kritik der Regierungskoalition an den Forderungen der FREIEN WÄHLER nach Festhalten am geplanten Atomausstieg und dem Umstieg auf Erneuerbare Energien scharf zurückgewiesen:
"Die Koalition betreibt seit Jahren gezielte Sabotage an den Erneuerbaren Energien, um dann sagen zu können: ‚wir müssen an der Atomenergie festhalten bis zum jüngsten Gericht.‘
Die Biokraftstoffe sind unter Mithilfe der CSU durch eine überzogene Besteuerung gezielt aus dem Markt gedrängt worden, die momentane Verwirrung um die Fotovoltaikförderung ist von Schwarz-Gelb nach demselben Muster politisch angezettelt worden, um die Planungssicherheit in der Branche zu zerstören und den Ausbau der Erneuerbaren Energien einzudämmen.
Stattdessen wird ohne jede Not den Atomkraftbetreibern eine Laufzeitverlängerung im vorauseilenden Gehorsam hinterher geworfen, obwohl diese selbst die momentanen Ausstiegspläne unterschrieben haben.
Der Steuerzahler wird in Geiselhaft genommen für die Milliardenfolgekosten zur Einlagerung des Atommülls, während die Strompreise und der Gewinn der Energiekonzerne ständig steigen.
Eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung ist bundesweit wie die FREIEN WÄHLER dafür, am Atomausstieg wie geplant festzuhalten.
Die Regierungskoalition kann die Wahlen im Jahr 2013 ja zu einer Volksabstimmung über die Atomenergie machen, wenn sie in die Opposition will. Heute, am Jahrestag von Tschernobyl, wäre ein guter Tag, das zu verkünden."

- Unterschriftenübergabe an den bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer (Mitte) durch den Bundesvorsitzenden der FREIEN WÄHLER Hubert Aiwanger (rechts im Bild)
Pressemitteilung vom 22.04.2010
FREIE WÄHLER übergeben mehr als 430 Hilferufe an den bayerischen Ministerpräsidenten
(München) Die Fraktion der FREIEN WÄHLER im Bayerischen Landtag hat die Unterschriften von mehr als 430 Bürgermeistern und Landräten aus ganz Bayern an Ministerpräsident Horst Seehofer übergeben, darunter auch viele Unterschriften kommunaler Mandatsträger der anderen etablierten Parteien. Bei einem Empfang am Rande der heutigen Plenarsitzung im Landtag sagte der Vorsitzende der FREIEN WÄHLER, Hubert Aiwanger, die Forderung der FREIEN WÄHLER nach einer „Kommunalmilliarde“ habe in den bayerischen Kommunen ein überwältigendes Echo gefunden.
Aiwanger: „Die finanzielle Situation von Gemeinden und Städten im Freistaat hat sich dramatisch verschärft – Sie benötigen dringend Hilfe, da ihre Steuereinnahmen wegbrechen und sie zugleich immer mehr Geld für Sozialaufgaben ausgeben müssen. Herr Ministerpräsident, bitte setzen auch Sie sich für eine „Kommunalmilliarde“ ein, damit die Kommunen ihre Aufgaben wieder erfüllen können, ohne sich weiter verschulden zu müssen.“ Mit harten Sparmaßnahmen allein könnten die Einnahmeausfälle nicht mehr kompensiert werden, so Aiwanger weiter. Die FREIEN WÄHLER fordern ein Hilfsprogramm allein für die bayerischen Kommunen im Umfang von einer Milliarde Euro, aufzubringen jeweils zur Hälfte durch Bund und Freistaat.“
Die FREIEN WÄHLER hoffen nun, dass von dieser Unterschriftenaktion in Bayern, an der sich eben auch etliche Mandatsträger der anderen etablierten Parteien beteiligt haben, eine bundesweite Signalwirkung ausgeht. Alle Kommunen verwalten derzeit nur noch den Mangel, eine finanzielle Leistungsfähigkeit ist nicht mehr gegeben.

- (Bild: privat; links der Bundesvorsitzende Hubert Aiwanger als Hauptredner auf der Siemens-Demo)
Pressemitteilung vom 12.04.2010
Demonstration gegen Arbeitsplatzabbau bei Siemens in Bad Neustadt
Aiwanger: Siemens-Entscheidung ist Angriff auf soziale Marktwirtschaft
Der Bundesvorsitzende der FREIEN WÄHLER Hubert Aiwanger sagte heute als Hauptredner auf einer Mitarbeiter-Demonstration bei Siemens in Bad Neustadt, bei der über eintausend Belegschaftsangehörige teilnahmen: „Wenn Siemens wirklich wie geplant über 800 Stellen streichen will, dann ist das ein Angriff auf die soziale Marktwirtschaft in Deutschland und trifft die strukturschwache Region Rhön-Grabfeld ins Mark. Und wenn der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer sagt, er habe Verständnis für diese Entscheidung, dann rufen wir ihm geschlossen zu: ‚Wir haben hierfür kein Verständnis!‘ - Wer Leute vor die Tür setzt, obwohl die Auftragsbücher voll sind und in Bad Neustadt ein Produkt produziert, das seinen Markt hat, handelt verantwortungslos. Wenn der Mensch nur noch als Kostenfaktor gesehen wird, wenn er mit einem Fußtritt vor die Tür gesetzt werden kann, um die Börsenbilanzen zu frisieren, dann sägen wir den Ast ab, auf dem wir sitzen. Man braucht sich bei solchen wirtschaftspolitischen Entscheidungen nicht mehr zu wundern, dass das Bruttoinlandsprodukt in Bayern aktuell um fünf Prozent* gefallen ist und die Exporte sogar um über 20 Prozent** zurückgegangen sind.“
*Laut Erhebung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK)
**Angabe Bayerisches Ministerium für Wirtschaft vom 12.04.2010

- Ernennung von Armin Grein zum Ehrenvorsitzenden
Pressemitteilung vom 28.03.2010:
Turnusgemäße Neuwahlen der Vorstandschaft im Bundesverband
Aiwanger einstimmig zum neuen Bundesvorsitzenden der FREIEN WÄHLER gewählt
(Berlin) Hubert Aiwanger, der bisherige stellv. Bundesvorsitzende und Landesvorsitzende Bayern, wurde gestern auf der Bundesdelegiertenversammlung einstimmig zum neuen Bundesvorsitzenden im Bundesverband gewählt, nachdem Armin Grein sein Amt zur Verfügung gestellt hatte.
Neben Armin Grein, der zum Ehrenvorsitzenden des Bundesverbandes ernannt wurde, traten auch Harald Heck (Bundesschatzmeister und Landesvorsitzender NRW) und Matthias Kurbjuhn (Bundesjustitiar, Baden-Württemberg) nicht mehr zur Wahl an und wurden gebührend verabschiedet.
Die Neubesetzung des Bundesvorstandes v. l. n. r.: Kassenprüfer Lars Wicke (Hessen), Ehrenvorsitzender Armin Grein (Bayern), Bundesvorsitzender Hubert Aiwanger (Bayern), Bundesschatzmeister Ernst Potzler (Bayern), Bundesgeschäftsführerin Cordula Breitenfellner (Bayern), stellv. Vorsitzender Walter Öhlenschläger (Hessen), stellv. Vorsitzender Manfred Petry (Rheinland-Pfalz), stellv. Vorsitzender Dr. Christian Schmidt (Berlin), Bundesschriftführerin Renate Bitz (Niedersachsen), Bundesjustitiar Prof. Dr. Bernd Richter (Saarland) und Kassenprüfer Willy Klingenberg (Niedersachsen)

- (Foto: privat)

- (Foto: privat)
PRESSEMITTEILUNG vom 15.03.2010
FREIE WÄHLER fordern das sofortige Beenden am Rumdoktern an der gescheiterten Gesundheitsreform und das Einführen der sozialen Gesundheitsversicherung
Die zwischenzeitlich von der schwarz-gelben Koalition und deren Vorgängerregierungen, zu der seinerzeit auch der jetzige bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer als erfolgloser Gesundheitsminister angehörte, zu Tode reformierte Gesundheitsreform stand in Berlin wieder einmal zur Beratung an. „Die nun vereinbarten Eckpunkte ziehen dem Patienten buchstäblich den letzten Zahn“, so die Bundesgeschäftsführerin der FREIEN WÄHLER Cordula Breitenfellner, „anstatt ein komplett neues, nachhaltiges und fortschreibungsfähiges Gesundheitskonzept zu entwickeln, wird mit aller Gewalt auf Kosten des Steuerzahlers und Patienten versucht einem Toten wieder Leben einzuhauchen.“
Der sozialpolitische Sprecher der FREIEN WÄHLER LANDTAGSFRAKTION Prof. Dr. Peter Bauer kann sich als betroffener Mediziner darüber nur noch empören: „Die dadurch künstlich inszenierte Zweiklassenmedizin lasse das Vertrauen des Patienten in seinen Arzt und in die Anwendungsmethoden weiter schwinden. Aber genau dieses Vertrauen sei unabdingbar, um richtige Diagnosen zu stellen und entsprechende Behandlungstherapien zu verordnen. Alle Patienten hätten Recht auf die bestmögliche medizinische Versorgung. Diese sei nun definitiv nicht mehr gewährleistet und weder vom Patienten, noch von den Medizinern so hinnehmbar.“
Gemeinsam mit der FW-FRAKTION hat Bauer deshalb mit dem Konzept der „sozialen Gesundheitsversicherung“ eine völlig neue, tragfähige und vor allem bezahlbare Basis geschaffen:
- Transparenz durch eine direkte Abwicklung zwischen Arzt und Patient. Jeder Patient erhält grundsätzlich eine Rechnung, damit ihm der wirtschaftliche Wert seiner Behandlung bewusst wird. Diese wird ihm dann in voller Höhe zeitnah durch die Krankenkasse erstattet bzw. von dieser nach Einreichung von Haus aus übernommen.
- Ablehnung sog. „amerikanischer Verhältnisse“ im Gesundheitswesen. Eine wohnortnahe haus- und fachärztliche Versorgung muss gewährleistet sein.
- Öffentlich-rechtliche Krankenkassen stehen im fairen Wettbewerb mit den privaten Krankenversicherungen. Der Versicherte kann vorbehaltlos frei wählen, ohne Risikoprüfung.
- Der Leistungsumfang wird gesetzlich vorgeschrieben durch ein Gremium ähnlich einer Ethikkommission auf dem aktuellen Stand der Medizin.
- Alle Versicherten zahlen einkommensabhängig gestufte Beiträge. Die unsoziale Beitragsbemessungsgrenze und Pflichtversicherungsgrenze werden aufgehoben.
- Abschaffung des Gesundheitsfonds als unsoziales und bürokratisches Monstrum
- Streichung der unsozialen Praxisgebühr, die nur Verwaltungsaufwand für die Ärzte darstellt
- Beseitigung der Regelleistungsvolumina
- ärztliche Leistungen müssen angemessen honoriert werden
„Dieses Konzept, welches den Patienten wieder in den Mittelpunkt rückt, zu prüfen und zu übernehmen würde politische Größe des Mitbewerbers in Berlin erfordern“, meint Breitenfellner abschließend, „leider ebenfalls ein Mangel in Zeiten der puren Selbstdarstellung.“

Pressemitteilung vom 12.03.2010
FREIE WÄHLER zur Initiative der Liberalen
Aiwanger: Die FDP ist ein Risiko für den Ländlichen Raum
Der Bundesvorsitzende der FREIEN WÄHLER Hubert Aiwanger sagte, die FDP versuche sich als Anwalt der Kommunen zu inszenieren, während ihre Politik auf Bundesebene genau das Gegenteil bewirke: „Mit ihren unverantwortlichen Steuersenkungsplänen schadet die schwarz-gelbe Berliner Regierungskoalition den Kommunen ausgerechnet in den strukturschwachen, ländlichen Regionen, die auf Hilfe aus den immer knapper bemessenen Schlüsselzuweisungen dringend angewiesen sind. Das doppelte Spiel der FDP ist ein Skandal. Auch das Eintreten der FDP für Grüne Gentechnik im Ländlichen Raum ist völlig falsch. Weder Landwirte noch Verbraucher wollen das. Zusammenfassend muss man leider sagen: Die FDP ist ein Risiko für den Ländlichen Raum und missbraucht diesen nur als Wahlkampfkulisse.“

Pressemitteilung vom 11.03.2010
Dringlichkeitsantrag der FREIEN WÄHLER zur Parteienfinanzierung abgelehnt
Parteien weiter uneinsichtig
Die FREIEN WÄHLER nehmen kopfschüttelnd zur Kenntnis, dass ihr Vorschlag zur Änderung des Parteiengesetzes abgelehnt wurde. Vor dem Hintergrund der beinahe ununterbrochenen Skandalberichte über Sponsoring und Konzernspenden in einer Höhe, welche der Öffentlichkeit nicht mehr vermittelbar ist, haben die FREIEN WÄHLER gefordert:
- Spenden von juristischen Personen und Personenvereinigungen (nicht rechtsfähige Vereine, Personengesellschaften) werden verboten.
- Die Annahme von Spenden natürlicher Personen wird auf einen jährlichen Höchstbetrag von 50.000 Euro begrenzt.
- Die Publizitätspflicht des § 25 Abs. 3 Satz 1 PartG wird auf 5.000 Euro abgesenkt. Die Anzeige beim Präsidenten des Deutschen Bundestages nach § 25 Abs. 3 Sätze 2 und 3 PartG hat zu erfolgen, wenn eine Spende im Einzelfall die Höhe von 25.000 Euro übersteigt.
- Sponsorenzuwendungen sind wie Spenden im Rechenschaftsbericht gesondert zu veröffentlichen.
- Diese Vorschriften gelten für Parteien und Wählergruppen.
Hubert Aiwanger, Fraktions- und Bundesvorsitzender der FREIEN WÄHLER betont: „Die derzeitige Parteispendenpraxis ist in der Öffentlichkeit nicht akzeptiert und öffnet der Einflussnahme von Geldgebern auf die Politik Tür und Tor. Darunter leidet massiv das Ansehen der Demokratie. Deshalb wollen wir Änderungen. Es ist ein Skandal, dass wir mit unseren Vorschlägen alleine dastehen und die Bundestagsparteien offensichtlich weiterhin vom jetzigen Spendensystem profitieren wollen – gegen den Willen der Bürger.“
PRESSEMITTEILUNG vom 06.03.2010:
FREIE WÄHLER Regionalkonferenz in Nürnberg mit Thema Metropolregionen
FREIE WÄHLER sind für das Konzept der Regionalität
Am 05.03.2010 fand im Dokumentationszentrum Nürnberg eine Regionalkonferenz mit Thema Metropolregionen der FREIE WÄHLER LANDTAGSFRAKTION statt.
Vor erlesenem Publikum aus Politik und Wirtschaft erläuterte die FW-Bundesgeschäftsführerin Cordula Breitenfellner, dass Gebäude Spiegel, ja geradezu Gradmesser sichtbar gewordener Politik seien. Die ehemalige Kongresshalle für die Reichsparteitage ist das größte baulich noch erhaltene Relikt aus dem Dritten Reich und soll nicht nur ein Zeichen gegen das Vergessen, sondern vor allem uns Mahnung sein. Politik hinterlässt Spuren, positive aber auch leider häufig negative. Wie sagte schon Jesus: „Der Mensch ist nicht für die Gesetze, sondern die Gesetze für den Menschen da.“ Ein Punkt, der in heutiger Zeit von den Regierenden einfach vergessen wird, denkt man alleine an die Regelungswut in Brüssel. Dieser Punkt ist Kernbotschaft der FREIEN WÄHLER, die den Menschen im Mittelpunkt sehen.
Die demographische Entwicklung, die Rohstoffknappheit, die Energiegewinnung und der Klimawandel sind die Herausforderungen schlechthin und nur mit Innovationen zu lösen. Metropolregionen sind nicht nur Kontaktbörsen, sondern weltweite Impulsgeber in vielen Kompetenzfeldern, wie beispielsweise die Metropolregion Nürnberg mit dem sog. „Medical Valley“.
Armin Kroder, der FREIE WÄHLER Landrat vom Nürnberger Land merkte in seiner Rede an, dass die Marke jeder einzelnen Metropolregion in Deutschland nicht nur in der Wirtschaft und Wissenschaft noch besser etabliert werden müsste, sondern auch in den Herzen der Bürgerinnen und Bürger. Viele Mitmenschen seien einfach darüber überhaupt nicht informiert, was Metropolregionen leisten und warum sie überhaupt existieren. In diesem Zusammenhang müsse u. a. auch die politische, längst überfällige Diskussion geführt werden: wie und durch wen gelingt es verbindliche Spielregeln mit dem Ziel einer werteorientierten ökosozialen Marktwirtschaft zu installieren.
Prof. Dr. Peter Bauer, MdL der FW-Fraktion, betonte in seinem Vortrag, dass die Ballungsräume dank der zentralen Lage in Europa, ihrem weitverzweigten Straßen-, Wasser- und Schienennetz viele Vorteile genießen, die noch nicht ganz ausgeschöpft seien. Das bevölkerungstechnische Ausbluten von ganzen Regionen könnte durch einen weiteren, forcierten Ausbau der schnellen Verbindungen durchaus eingedämmt werden.
Der Wirtschaftsreferent der Stadt Fürth Horst Müller betonte, dass sich viele deutsche Metropolregionen nicht nur mit etlichen EU-Staaten in ihrer Wirtschaftkraft spielend messen können. Das Potenzial sei noch lange nicht ausgeschöpft, auch wenn die Regionen durch die Wirtschafts- und Finanzkrise Rückschläge in ihren Entwicklungen zu verdauen hätten.
Prof. Dr. Joachim Hornegger von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg bekräftigte dies in seiner Rede anhand eines Beispiels. Die Medizintechnik ist einer der wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Kernkompetenzen der Metropolregion Nürnberg mit einem enormen Wachstumsmarkt. Das sog. „Medical Valley“ hat mit dem Spitzencluster Medizintechnik hier nicht nur für weltweites Ansehen gesorgt, sondern kürzlich auch dazu geführt, dass ein gleichnamiger Studiengang ins Leben gerufen wurde. Dieser hochattraktive Studiengang bietet eine interdisziplinäre Ausbildung unter Einbindung aller Standortfaktoren der Metropolregion Nürnberg.
Hubert Aiwanger, der FW-Fraktions- und frisch gebackene Bundesvorsitzende, forderte die Politik auf, die Regionen so auszubalancieren, dass keinerlei Interessenskonflikte zwischen Städten und ländlichen Raum auftreten. Eine weitere wichtige Aufgabe der Politik sei zudem das vorausschauende Krisenmanagement, Strukturwandel sowie gesellschaftliche und wirtschaftliche Umwälzungsprozesse frühzeitig zu erkennen und zu begleiten. Die Politik dürfe nicht permanent hinterher hecheln. Es müssen zudem überschaubare Strukturen geschaffen werden, die weniger anfällig sind, als beim sog. „Global-Player“- Anspruch á la Stoiber. Die FREIEN WÄHLER sind überzeugt, dass sich das Konzept der Regionalität auf Dauer durchsetzen wird.


- (foto: pixelio.de/SueShi)
Pressemitteilung vom 03.03.2010
Zur Zulassung von GVO-Pflanzen
Aiwanger: Gentech-Kartoffel Amflora ein politisches Kind von Schwarz-Gelb
„Den schwarz-gelben Koalitionären in Berlin ist die breite Ablehnung der grünen Gentechnik durch die Bevölkerung vollkommen egal“, fasst Hubert Aiwanger, der FW-Bundesvorsitzende , den Umgang der Bundesregierung mit der EU-Zulassung der Gentech-Kartoffel Amflora und von drei gentechnisch veränderten Maissorten zusammen.
Im Bundeslandwirtschaftsministerium habe man mit Blick auf den Koalitionsvertrag den Anbau der gentechnisch veränderten Stärkekartoffel für eine kommerzielle, industrielle Verwertung geradezu herbeigesehnt. „Amflora ist ein politisches Kind von Schwarz-Gelb“, so Aiwanger weiter. „Der CDU/CSU/FDP-Regierung mag wie Brüssel das Wohlergehen der Gentech-Industrie am Herzen liegen. Uns FREIEN WÄHLERN liegt das Wohlergehen unserer Umwelt und der Menschen am Herzen.“
Als vorschnell und nicht nachvollziehbar wird die Zulassung von Amflora von den FREIEN WÄHLERN kritisiert: „Ich erwarte zum Schutz der Bevölkerung eine sorgfältige Prüfung und keine voreiligen Schnellschüsse. Die Tatsache, dass Amflora nur für Anwendungen in der Papier-, Garn- und Klebstoffindustrie zugelassen worden ist, stellt keine angemessene Risikobewertung dar, sondern ist ein scheinheiliger Akt.“ Denn die Gentech-Kartoffel enthalte einen Antibiotika-Marker, der über die bei der Stärkegewinnung anfallenden Nebenerzeugnisse, die als Futtermittel verwendet werden dürfen, in den Lebensmittelkreislauf gelangen können. Dort können sie beim Menschen langfristig zu Antibiotika-Resistenzen führen.
Deutschland soll gentechnikfrei bleiben. Aiwanger: „Bei uns besteht weder Bedarf, noch Nachfrage oder Notwendigkeit Gentech-Pflanzen anzubauen. Wir fordern für die Bauern und Verbraucher das Recht auf Selbstbestimmung bezüglich des Anbaus und der Inverkehrbringung gentechnisch veränderter Pflanzen. Daher erwarten wir im Sinne der Bevölkerung von Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner und Schwarz-Gelb massiven Widerstand gegen die Anbauerlaubnis.“

- (Foto: privat)
Pressemitteilung vom 26.02.2010:
FREIE WÄHLER nehmen Abschied von Dr. med. Erich Weiler
Mit Trauer haben wir vom Tod des Mitbegründers der FREIEN WÄHLER, Dr. med. Erich Weiler erfahren. Mitte letzter Woche verstarb im Alter von 96 Jahren Dr. Weiler, der Ehrenvorsitzende des FREIE WÄHLER Deutschland e. V.
Bereits 1947 gründete Dr. Weiler in seiner Heimat Mosbach eine Freie Wählergemeinschaft. Er erkannte sehr früh die Notwendigkeit, durch einen Dachverband den politischen Einfluss der Wählergemeinschaften über die reine Kommunalpolitik hinaus zu verstärken.
1956 wurde von ihm der Landesverband Baden-Württemberg gegründet und 1965 fanden sich unter seiner Mitwirkung Wählergemeinschaften aus ganz (West-) Deutschland als Bundesverband der FREIEN WÄHLER zusammen.
Bis 1993 hat er diesen Bundesverband als Vorsitzender geführt und blieb ihm danach als langjähriger Ehrenvorsitzender weiter verbunden.
Die direkte Demokratie verdankt Dr. Weiler viel. Wir FREIEN WÄHLER empfinden es als eine Verpflichtung für die Zukunft, dieses Erbe in seinem Sinne zu bewahren und weiter zu entwickeln.

- (Grafik von Financial Times)
Pressemitteilung vom 02.02.2010:
FREIE WÄHLER gegen Feldversuche mit Gigalinern
Entscheidung zur Durchführung von Feldversuchen mit 25m-LKWs führt zu weiterer Verlagerung von Güterverkehr von der Schiene auf die Straße
Der Bundesverband der FREIEN WÄHLER lehnt die Durchführung von Feldversuchen mit so genannten Gigalinern ab und fordert eine Mittelaufstockung für die Modernisierung der Schienenwege.
„Die von der CDU/CSU-FDP-Koalition angekündigte Einführung von Feldversuchen mit den so genannten Gigalinern, ist ein weiteres Beispiel für die Macht der Lobbyisten und die Willfährigkeit unserer Bundesregierung“, so der hessische FW-Landesvorsitzende Walter Öhlenschläger zu den jüngsten Meldungen aus dem Bundes-Verkehrsministerium.
Im Jahr 2008 hatten sich die Länder noch mehrheitlich gegen die Einführung der Gigaliner und gleichzeitig gegen die Durchführung von Feldversuchen mit diesen Monster-LKWs ausgesprochen. Nach einer aktuellen Meldung will die Bundesregierung diese Sache nun trotzdem vorantreiben.
Die FREIEN WÄHLER verweisen darauf, dass die Fahrzeuglänge der Gigaliner die aktuell zum Einsatz kommenden LKWs um rund 7 Meter überragen. Die zulässigen Gesamtgewichte dieser Fahrzeuge sollen auf 50 oder sogar auf 60 Tonnen erweitert werden. Die Mehrzahl der Straßenbrücken, Landstraßen und Parkplätze ist für diese Art der Fahrzeuge nicht ausgelegt und trotzdem will man diese Fahrzeuge einführen.
Fachleute des Verkehrsgewerbes sind sich darin einig, dass die Einführung dieser neuen Fahrzeuge eine weitere Verlagerung des Güterverkehres von der Schiene auf die Straße Vorschub leistet. Die Bürgerinnen und Bürger werden dadurch erhöhten Belastungen durch Lärm und Feinstaub ausgesetzt sein. Die FREIEN WÄHLER fordern stattdessen den weiteren Ausbau der Schienenwege sowie der kompletten Verkehrsinfrastruktur der Bahn AG. Insbesondere den Transit-Güterverkehr, sowie den Güterverkehr auf längeren Strecken als 300 Kilometer möchten die FREIEN WÄHLER verstärkt von der Straße auf die Schiene verbannt wissen. Als Vorbild wird hier die Verkehrspolitik der Schweiz angesehen.

- (Foto: dpa)
Pressemitteilung vom 28.01.2010:
Keine bundesweite Versorgung mit EU-Schulobst
FREIE WÄHLER empört über ablehnende Haltung einiger Bundesländer
Nach vorliegenden Meldungen und einer Umfrage des ZDF-Magazins „Frontal 21“ wollen neun Bundesländer nicht am EU-Schulobstprogramm teilnehmen. Neben Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Schleswig-Holstein will auch Niedersachsen nicht vom EU-Geschenk in Höhe von 20 Millionen Euro profitieren. Denn die Europäische Kommission stellt Deutschland in diesem Schuljahr dieses Geld zur Verfügung, damit Schüler kostenlos frisches Obst und Gemüse essen können. Die von den Gewerkschaften als „politisch kurzsichtig und dumm“ und vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte als „skandalös“ bezeichnete Haltung der betroffenen Landtage belegt einmal mehr - und die FREIEN WÄHLER schließen sich dieser Sichtweise ebenfalls an - welchen Stellenwert eine kinder- und familienfreundliche Politik in diesem Land hat.
Bislang wird EU-Obst und Gemüse lediglich an Schulen im Saarland kostenlos verteilt. Weitere sechs Bundesländer arbeiten noch an der Umsetzung: Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Thüringen.
Europaweit nehmen nach Informationen der EU-Kommission schon 18 Länder am Schulobstprogramm teil, weitere fünf arbeiten noch an der Umsetzung. Lediglich drei EU-Länder wollen nicht teilnehmen, weil sie bereits eigene Programme für gesunde Schulernährung haben.
Gemäß den Aussagen der am EU-Schulobstprogramm nicht teilnehmenden Bundesländer „sei der Aufwand zu groß, die bürokratischen Hürden zu hoch“, weswegen sie die Fördermittel aus dem EU-Programm nicht in Anspruch nehmen wollen. Alle Bundesländer gemeinsam müssten die EU-Hilfen um etwa 18 Millionen Euro zusätzlich aufstocken.
Die geplanten Maßnahmen würden zudem den Absatz landwirtschaftlicher Produkte fördern und damit die heimische Landwirtschaft stärken.
Den Kindern schon in der Schule die Grundlagen gesunder Ernährung beizubringen und Eltern dahingehend zu unterstützen und gesundheitliche Spätfolgen wie Übergewichtigkeit und ernährungsbedingte Krankheiten zu vermeiden, wären nur einige der positiven Aspekte dieses EU-Förderprogramms gewesen.

- (Foto: Pixelio/Nill)
Pressemitteilung vom 22.01.2010
Offensive für Familien und Senioren
FREIE WÄHLER: „Supermarkt der Generationen“ flächendeckend einführen
Um auf künftige Bedürfnisse der Gesellschaft besser vorbereitet zu sein, hat die Initiative Main-Ehrenamt im unterfränkischen Erlenbach im Landkreis Miltenberg den Supermarkt der Generationen ins Leben gerufen.
„Wir wollen, dass möglichst viele Lebensmittelhändler ihre Geschäfte senioren-, familien- und behindertenfreundlich umgestalten. Es gibt hier noch gewaltiges Potenzial zu aktivieren“, erklärt Dr. Hans-Jürgen Fahn, Projektverantwortlicher und Mitglied der FREIEN WÄHLER - Fraktion im bayerischen Landtag.
Die Dramatik des demographischen Wandlungsprozesses verdeutlicht Fahn am Beispiel des Landkreises Miltenberg: So würde die Zahl der 65- bis 79-Jährigen innerhalb der nächsten 20 Jahre um über ein Drittel steigen, bei den über 80-Jährigen liege der Zuwachs sogar bei 76 Prozent.
Zu den Dienstleistungen und Ausstattungen eines Supermarkts der Generationen gehören deswegen beispielsweise Sitzgelegenheiten, Einkaufsrollatoren, Leselupen, Wickelräume, sprechende Obst- und Gemüsewaagen, Trinkwasserspender, große Preisschilder, Behinderten-WCs, Fahr- und Lieferservice, Einkaufsbegleitungen sowie Kinderbetreuung.
„Vier Supermärkte aus dem Landkreis Miltenberg haben wir schon ins Boot holen können. Wir hoffen nun, dass es auch bundesweit viele Nachahmer geben wird. Wenn, die Kunden sich wohlfühlen, dann schlägt sich das auch positiv auf den Umsatz nieder“, betont Fahn.

- (Zeichnung von Heinrici)
PRESSEMITTEILUNG vom 20.01.2010:
Diskussion um Volksbegehren in Hamburg und mehr direkte Demokratie im Bund
FREIE WÄHLER: „Wir warnen vor Versuchen, das in Hamburg erblühte zarte Pflänzchen namens ‚Direktdemokratie’ zu zertrampeln!“
Mit dieser Stellungnahme kommentieren die FREIEN WÄHLER Hamburg die vom Ersten Bürgermeister Ole von Beust (CDU) angezettelte Debatte um den Sinn von Bürgerentscheiden und Volksbegehren. Auch die Landesvorsitzende der Grünen (GAL), Katharina Fegebank, erwägt nach Zeitungsberichten die von ihrer Partei durchgesetzten Möglichkeiten zur Bürgerbeteiligung wieder einzuschränken.
Die FREIEN WÄHLER Hamburg halten dagegen: „Die Bürger der Freien und Hansestadt Hamburg sind in ihrer Geschichte stets stolz gewesen auf den freiheitsliebenden Geist der Hanseaten. Die erst kürzlich verbesserte Möglichkeit zu Volksbegehren war ein erster konsequenter und längst überfälliger Schritt zu mehr Beteiligung der Steuerzahler an politischen Entscheidungen.
Die FREIEN WÄHLER in ganz Deutschland setzen sich seit Jahrzehnten für mehr direkte Demokratie ein.
Dass der Erste Bürgermeister beim ersten Gegenwind einknickt und die breite Ablehnung seiner umstrittenen Schulreform als angebliche ‚Einzelinteressen’ diffamiert, zeigt, wie respektlos und unsouverän er mit dem Willen engagierter Bürger umgeht. Anstatt die Signale aus der Hamburger Bevölkerung ernst zu nehmen, würde sich Ole von Beust wohl am liebsten ein neues Volk wählen.
Besonders blamieren tun sich auch Hamburgs Grüne. Ausgerechnet die Partei, die sich das Wort ‚basisdemokratisch’ auf die Fahnen geschrieben hat, möchte nun die selbst initiierten direktdemokratischen Elemente ‚evaluieren’. Offensichtlich passt es den Grünen nicht, dass Geschäftsleute in Altona völlig legitim per demokratischen Bürgerentscheid die Ansiedlung eines Kaufhauses erreichen wollen.
Die FREIEN WÄHLER Hamburg warnt vor Versuchen, das in Hamburg erblühte zarte Pflänzchen namens ‚Direktdemokratie’ zu zertrampeln! Unsere Bürgerbewegung der politischen Mitte setzt sich für noch mehr Demokratie ein. Dazu gehören auch die Direktwahl des Bürgermeisters und die Direktwahl des Bundespräsidenten – das Letztere eine Forderung, die Amtsinhaber Horst Köhler (CDU) unterstützt.
Die Bürger haben es nicht verdient, nur als willfähriges Stimmvieh der Altparteien missbraucht zu werden!“

Pressemitteilung vom 19.01.2010
Zur aktuellen Parteispendendiskussion
Aiwanger: Parteienfinanzierung von Lobbyisten abkoppeln
Der stellvertretende Bundesvorsitzende der FREIEN WÄHLER Hubert Aiwanger fordert vor dem Hintergrund der aktuellen Parteispendendiskussion erneut, die gültige Praxis der Parteispenden zu überarbeiten. Über sechs Millionen Euro ananzeigepflichtigen Großspenden über 50.000 Euro sind im letzten Jahr an die Bundestagsparteien gegangen. Aiwanger: "Wir FREIEN WÄHLER haben es schon immer äußerst kritisch gesehen, wenn Parteien von Konzernen oder Verbänden Spenden erhalten, weil sie damit ihren Parteiapparat, Werbeaktionen und Einflussnahme auf die Medien finanzieren können. Dadurch werden die Parteien abhängig und es besteht die Gefahr, dass die Spender auf die politische Arbeit der Parteien Einfluss nehmen. Wenn sich eine Gruppierung wie die FREIEN WÄHLER vor solcher Einflussnahme frei hält, hat sie aber leider Wettbewerbsnachteile gegenüber den Mitbewerbern. So lange die derzeitige Spendenpraxis erlaubt ist, sind die Parteien auch fast gezwungen, sich an diesem Wettlauf um Spendengelder zu beteiligen. Die Öffentlichkeit akzeptiert die momentane Praxis nicht, welche in regelmäßigen Abständen für Empörung sorgt. Wir FREIEN WÄHLER sind bisher bewusst ohne diese Gelder ausgekommen, weil uns politische Unabhängigkeit äußerst wichtig ist. Es ist überfällig, dass sich die Parteien zusammensetzen, um eine öffentlich akzeptierte Regelung ihrer Finanzierung zu finden. Die Parteienfinanzierung muss von Lobbyisten abgekoppelt werden. Die einstelligen Millionenbeträge der Lobbyisten sind zwar für die Parteien im wahrsten Sinne des Wortes wahlentscheidend, im Vergleich zur staatlichen Parteienfinanzierung von 133 Millionen Euro aber durchaus überschaubar. Der Steuerzahler wäre sicher bereit, wenn die ordentliche öffentliche Parteienfinanzierung um diese wenigen Millionen Euro aufgestockt würde, dafür aber Konzern- und Verbandsspenden verboten würden. Dadurch hat der Steuerzahler und Bürger etwas mehr Gewissheit, wenigstens auf diesem Gebiet saubere Politik geboten zu bekommen."

- (Fotos aus Spiegel-online)
Pressemitteilung vom 12.01.2010:
FREIE WÄHLER zur Schlussstrichforderung von CSU-Fraktionschef Schmid
Aiwanger: Herrn Schmid brennt wohl der Hut
Die FREIEN WÄHLER haben völliges Unverständnis über die jüngsten Äußerungen des CSU-Fraktionsvorsitzenden Georg Schmid geäußert, in der Landesbankaffäre müsse jetzt ein „Schlussstrich“ gezogen werden, und die Leute seien an der Vergangenheit nicht interessiert, sondern nur noch an der Zukunft.
Zu diesem Vorstoß sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende der FREIEN WÄHLER Hubert Aiwanger: „Georg Schmid schätzt hier die Lage vollkommen falsch ein; ich hätte ihm mehr politisches Gespür zugetraut. Die Bevölkerung Bayerns fordert volle Aufklärung und massive Konsequenzen für die teilweise hochkriminellen Machenschaften um die BayernLB. Ausgerechnet in dieser Situation kommt Herr Schmid mit einer Schlussstrichdebatte.“
Aiwanger weiter: „Scheinbar hat Schmid vergessen, dass die zig Milliarden Euro, die der Steuerzahler aufbringen muss, um die Fehler der CSU-Parteibuchwirtschaft zurückzuzahlen, die Bürger auf Jahrzehnte hinaus belasten wird. Während die Verantwortlichen aus dem ehemaligem Vorstand und Verwaltungsrat so tun, als wenn nichts gewesen wäre und die Kriminellen und Vorteilsnehmer von Insidergeschäften weiterhin im feinen Anzug unbehelligt flanieren, werden vom kleinen Mann immer mehr Opfer verlangt. Es läuft eine Strafanzeige gegen die Verantwortlichen, der BayernLB-Untersuchungsausschuss beginnt in Kürze mit seiner Arbeit, und Herr Schmid fordert ein Ende der Debatte und einen Schlussstrich – Herrn Schmid brennt wohl der Hut. Auch Ministerpräsident Seehofer scheint unter dem Druck der CSU-internen Querelen vergessen zu haben, dass er der bayerischen Öffentlichkeit bereits wiederholt volle Aufklärung und Konsequenzen für die Verantwortlichen des Landesbank-Debakels versprochen hat. Vor diesem politischen Totalversagen der CSU-Verantwortlichen wundert das jüngste Ergebnis der Parteienforscher nicht, dass diese ehemalige Staatspartei die goldenen Jahre endgültig hinter sich hat – und das ist gut so. Wer sich in einer derart linken Weise aus der Verantwortung stehlen will, ist nicht mehr wählbar.“
Auch in den anderen Landesbanken-Affären fordern die FREIEN WÄHLER eine intensive Aufklärung. Aus den daraus resultierenden Ergebnissen müssen dann auch in der Realität entsprechend nachhaltige Konsequenzen gezogen werden. Die für die verschiedenen Desaster Zuständigen dürfen sich nicht mehr weiter aus der Verantwortung stehlen dürfen.

- (Foto: Grüne Woche / Messe Berlin)
Pressemitteilung vom 11.01.2010
FREIE WÄHLER zur Marktmacht in der Ernährungswirtschaft
Aiwanger für dezentrale Wirtschaftsstrukturen
Der stellvertretende Bundesvorsitzende der FREIEN WÄHLER, Hubert Aiwanger, fordert im Vorfeld der Grünen Woche in Berlin "dezentrale Wirtschaftsstrukturen in der Ernährungswirtschaft", nachdem Bauernpräsident Sonnleitner eine Änderung des Wettbewerbsrechts mit der Zielsetzung gefordert hat, dass Bauern Preisabsprachen treffen dürfen, um der Marktmacht der Lebensmittelkonzerne gewachsen zu sein. Aiwanger: "Es ist offensichtlich, dass einige große Lebensmitteldiscounter die Preise diktieren und die Landwirte dem Spiel relativ wehrlos ausgeliefert sind, weil das Kartellamt hier ein zahnloser Tiger ist. Eine stärkere Bündelung der Marktmacht der Landwirte ist zwar kurzfristig eine dringend nötige Antwort darauf, löst das Problem aber nicht grundsätzlich sondern führt nur dazu, dass am Ende zwei Monopolisten aufeinanderprallen, die sich gegenseitig bestreiken und sogar die Versorgungssicherheit der Bevölkerung mit Lebensmitteln gefährden. Vielmehr brauchen wir dezentrale Wirtschaftsstrukturen mit vielen kleinen Anbietern, welche die Marktmacht der Konzerne unterlaufen. Lieber 10.000 kleine wohnortnahe Metzgereien als eine internationale Wurstfabrik mit Discountvertrieb, lieber zehntausende Bauernhöfe mit Direktvermarktung als drei Lebensmittelketten, lieber tausende dezentrale Biokraftstoffwerke als einige wenige Mineralölanbieter. Aber genau diese stabilen dezentralen Strukturen mit regionaler Wertschöpfung werden durch bürokratische Winkelzüge und praxisfremde Hygienevorschriften systematisch kaputtgemacht, um den Großen mehr Marktanteile zukommen zu lassen. Hier muss die Politik ansetzen und Rahmenbedingungen schaffen, welche zu einer Gründungswelle und nicht zu einer Schließungswelle von Betrieben in der Land- und Ernährungswirtschaft führen."






